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Kopf des Tages Amelia Earhart

?Frauen aus dem K?fig ihres Geschlechts herausholen“

Als erste Passagierin auf einem Atlantikflug wurde sie bekannt. Doch Amelia Earhart konnte mehr. 1935 gelang ihr der erste Alleinflug über den Pazifik. Zwei Jahre sp?ter umrundete sie den ?quator – und blieb verschollen.
| Lesedauer: 3 Minuten
14. Juni 1928: Amelia Earhart posiert in Neufundland vor der ^^?Friendship“ 14. Juni 1928: Amelia Earhart posiert in Neufundland vor der ^^?Friendship“
11. Januar 1935: Amelia Earhart (1897–1937), Pilotin und Frauenrechtlerin, startet zum Alleinflug über den Pazifik
Quelle: Getty Images

?Frauen müssen sich an Dingen versuchen, genauso, wie M?nner sich ausprobieren“: Mit diesem Credo stieg Amelia Earhart (1897–1937) zu einer Ikone der Frauenemanzipation auf. Um ?die Frauen aus dem K?fig ihres Geschlechts herauszuholen“ gab sie ihnen ein spektakul?res Beispiel: Am 11. Januar 1935 gelang es ihr als erstem Menschen, weite Teile des Pazifiks im Alleinflug zu überqueren.

Gegen Ende des Ersten Weltkrieges hatte die Tochter eines deutsch-amerikanischen Juristen als Milit?rkrankenschwester in Toronto gearbeitet. Dort entdeckte sie ihre Leidenschaft für Flugzeuge, weil in der N?he Flieger trainierten. 1920 bekam sie das erste Mal die Chance, in einem Flugzeug mitzufliegen: ?In dem Moment als wir den Boden verlie?en, wusste ich: Ich selbst musste fliegen“, schrieb sie in ihrer Autobiografie ?The fun of it“ (1932). Ein teurer Traum, auch damals: Ein Flugschein konnte bis zu 4000 Dollar kosten.

Das sind die letzten Bilder von Amelia Earhart

Dieser neu aufgetauchte Film zeigt Amelia Earhart zwei Monate bevor sie am 2. Juli 1937 für immer im Pazifik verschwand. Es sind die letzten Aufnahmen der amerikanischen Pilotin.

Quelle: N24

Weil ihre Eltern sich weigerten, die Kosten zu übernehmen, arbeitete Earhart in verschiedenen Jobs und konnte so ihren Traum finanzieren. Erstmals erlangte sie gro?e Bekanntheit, als sie als erste Passagierin an einem Nonstop-Flug über den Atlantik teilnahm. Der Gedanke, nur als ?zus?tzliches Gewicht“ an Bord der ?Friendship“ mitzufliegen, missfiel ihr allerdings.

Viel lieber w?re sie selbst wenigstens einen Teil der Strecke geflogen, erinnerte sich Earhart. Nach 20 Stunden und 40 Minuten landete Wilmer Stultz die ?Friendship“ am 18. Juni 1928 in Wales. Doch nicht der profilierte Pilot Stultz wurde gefeiert, sondern die erste weibliche Passagierin eines Atlantikflugs. ?Vielleicht werde ich es eines Tages alleine versuchen“, erkl?rte sie.

Amelia Earhart lowers herself from her aircraft at Londonderry after her solo transatlantic flight West to East Date: 1932 (Mary Evans Picture Library) || Nur für redaktionelle Verwendung
Amelia Earhart bei ihrer Landung 1932 in Irland
Quelle: picture-alliance / Mary Evans Pi

1932, fünf Jahre nachdem Charles Lindbergh der erste Alleinflug über den Atlantik gelungen war, machte sie ihre Ankündigung wahr und überquerte mit einer modifizierten Lockheed Vega 5B den gro?en Teich. Wegen schlechten Wetters und technischer Probleme erreichte sie jedoch nicht Paris, sondern musste bereits in der N?he von Londonderry in Irland landen.

Umgehend machte sich Earhart an die Vorbereitungen für ihr gr??tes Projekt, die überquerung des Pazifiks im Alleinflug. Den Plan habe sie gefasst, weil sie Fliegen liebe und einfach, weil sie es wollte, schrieb Earhart sp?ter. Im Januar 1935 meisterte sie die Strecke von Honolulu nach Oakland in Kalifornien. Noch im selben Jahr folgte der Soloflug Mexiko-Stadt nach Newark (New Jersey).

Am 21. Mai 1937 startete sie in Miami in einer zweimotorigen Lockheed Modell 10 Electra zur Umrundung des ?quators. Bis Ende Juni hatten sie und ihr Funker und Navigator Fred Noonan schon drei Viertel der Strecke zurückgelegt. Von Neuguinea aus sollte die letzte Etappe am 2. Juli über den Pazifik zur Howardinsel führen, wo ein letzter Zwischenstopp geplant war. Doch sie und ihr Begleiter kamen nie an.

Die US-Regierung startete umgehend eine aufwendige Rettungsaktion, an der 64 Flugzeuge und acht Kriegsschiffe beteiligt waren. Nachdem bis zum 19. Juli 400.000 Quadratkilometer abgesucht worden waren, wurden Earhart und Noonan für tot erkl?rt. Ihr Schicksal liefert seitdem Stoff für zahlreiche Spekulationen. Wahrscheinlich ist, dass fehlerhafte Funkpeilung die Crew das winzige Eiland verfehlen lie?.

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