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kmpkt Zickige Vierbeiner

Hunde haben die gleichen Probleme in der Pubert?t wie wir

| Lesedauer: 3 Minuten
Hunde kommen wie wir Menschen auch in die Pubert?t Hunde kommen wie wir Menschen auch in die Pubert?t
Quelle: Getty Images/Stephen Swintek
Launisch, bockig, trotzig - Teenager in der Pubert?t k?nnen unausstehlich sein. Das gilt auch für jugendliche Hunde. In der Geschlechtsreife gehen ?hnlich wie uns die Hormone mit ihnen durch, und sie verhalten sich ?fter mal daneben.

Von einer Sekunde auf die n?chste verwandelt sich der Teenie vom lieben Kleinen in ein bockiges Monster. Rebellisch und respektlos, gepaart mit Stimmungs- und Gefühlsschwankungen, nicht Fisch und nicht Fleisch. Das ist die Zeit zwischen elf und 18 Jahren. Ein Ausnahmezustand für das Kind, von dem auch die Eltern ein Lied singen k?nnen - und Hundehalter ebenfalls. Was diese schon lange ahnten, ist nun belegt:

Auch unsere besten Freunde kommen in die Pubert?t und benehmen sich dementsprechend.

Ihr Verhalten erinnere an uns Menschen in der Geschlechtsreife, meint ein britisches Forscherteam der Universit?ten von Newcastle, Nottingham und Edinburgh in seiner Studie, die die erste sei, die dafür empirische Beweise liefere.

Hunde kommen wie wir Menschen in die Pubert?t
Quelle: Getty Images/Brigitte Bl?ttler

Hunde testen dann (erneut) die Grenzen aus. Sie ignorieren Herrchen und Frauchen, w?hrend sie auf andere Personen nach wie vor h?ren. Analog zu Jugendlichen, die in der Pubert?t vermehrt mit ihren Eltern in Konflikte geraten.

Mit etwa acht Monaten kommen die Vierbeiner in diese Lebensphase, die mit starken hormonellen Ver?nderungen einhergeht und in der sich das Gehirn neu organisiert, wie die Wissenschaftler um Lucy Asher im Fachblatt ?Biology Letters“ schreiben.

Für ihre Studie hatten sie Besitzer und Trainer von insgesamt 285 Hunden zu deren Verhalten, Erziehung und Bindung zum Halter befragt. Mit 69 davon führten die Forscher au?erdem noch Verhaltenstests durch.

Es zeigte sich, dass Hunde mit einer schw?cheren Bindung zu Herrchen oder Frauchen früher geschlechtsreif wurden als ihre Artgenossen mit einer stabilen Beziehung. Eine Parallele zu uns Menschen: Denn auch M?dchen, die eine weniger feste Bindung zu ihren Eltern haben, kommen eher in die Pubert?t.

Wurden die Vierbeiner geschlechtsreif, widersetzten sie sich h?ufiger und h?rten nicht mehr so gut auf die Kommandos ihrer Besitzer. Dieser Ungehorsam war bei Hunden mit einer unsicheren Beziehung zum Halter noch st?rker ausgepr?gt. Auf fremde Personen hingegen reagierten alle Vierbeiner nach wie vor gut.

Hunde kommen wie wir Menschen in die Pubert?t
?Sitz Bello, sitz!“
Quelle: pa/dpa Themendie/Christin Klose

Die Forscher vermuten, dass das unterschiedliche Verhalten gegenüber Menschen nicht nur auf die Ver?nderungen der Hormone und des Gehirns zurückgeht, sondern dass die Geschlechtsentwicklung zudem von sozialen Beziehungen beeinflusst wird - sowohl bei Vier- als auch uns Zweibeinern. Zwischen Mensch und Hund ist dies sogar artübergreifend.

Die Pubert?t sei ?eine sehr wichtige Zeit im Leben eines Hundes“, erkl?rt die Verhaltensforscherin und Studienautorin Lucy Asher von der Uni Newcastle in einer Pressemitteilung. ?Dann werden sie h?ufig abgegeben, weil sie nicht mehr die sü?en Welpen sind und ihre Besitzer pl?tzlich feststellen, dass sie herausfordernd sind und sie sie nicht mehr kontrollieren oder erziehen k?nnen. Aber die Halter müssen sich bewusst sein, dass ihr Hund ?hnlich wie ein Teenager eine Phase durchl?uft, die vergehen wird.“

Die Wissenschaftler betonen auch, dass die Besitzer in dieser Zeit nicht versuchen sollten, ihre Vierbeiner durch Gewalt gefügig zu machen, oder sich emotional von ihnen abwenden. Denn wie bei uns Menschen macht solches Verhalten alles nur noch schlimmer.

Dieser Artikel wurde erstmals im Mai 2020 ver?ffentlicht.

dpa

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