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Meinung Corona-Staatshilfe

Künstler sind nicht systemrelevant

| Lesedauer: 7 Minuten
Warum haben Künstler, wie Thomas Hirschhorn, jetzt nichts zu sagen, fragt Boris Pofalla Warum haben Künstler, wie Thomas Hirschhorn, jetzt nichts zu sagen, fragt Boris Pofalla
Kunst – hier eine Installation von Thomas Hirschhorn – ist ein Reservat des Eigensinns, findet Boris Pofalla
Quelle: Thomas Hirschhorn/Jana Bauch/dpa/ VG Bild Kunst Bonn 2020; Julian Eide
Um die sonst so streitlustigen Künstler und ihre Community ist es still geworden. Nur wenn es um Subventionen geht, wird wieder gerufen. Auch Kunst, hei?t es, sei systemrelevant. Warum sie das nicht ist.

Kunst ist lebensnotwendig, man muss sie f?rdern. Die Frage ist aber, wer das tut und was es mit ihr macht. Das Tolle gerade an bildender Kunst ist auch, dass sie ein Reservoir des Partikul?ren, Andersartigen und Inkommensurablen ist. Man muss sich keinem Produzenten erkl?ren und keinem Millionenpublikum gefallen. Kein Gremiengremlin darf mitbestimmen, was sp?ter auf einem Gem?lde zu sehen sein wird. Künstler sind inhaltlich autonom. In der Krise nun den enormen Nutzen von Künstlern für ?die Gesellschaft“ oder ?das Land“ zu betonen geht deshalb nicht auf. Es ist sogar gef?hrlich.

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