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Cancel-Culture-Seuche

Das wünscht man keinem

| Lesedauer: 10 Minuten
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Quelle: Don Alphonso
Die Zeiten, als sich nur gr??enwahnsinnige Gentechniker im Biowaffenlabor über t?dliche Viren freuten, sind vorbei: Vielen ist unter Aufgabe des zivilisatorischen Lacks nur wichtig, dass Trump mit Corona infiziert ist. 

In der Klassengesellschaft lebt jeder Mensch in einer bestimmten Klassenlage, und es gibt keine Ideen, die nicht den Stempel einer Klasse trügen, hat der chinesische Warlord Mao Tse-tung 1937 gesagt, und dann den Rest seines m?rderischen Daseins mit Gr?ueln zugebracht, um die Richtigkeit dieser These an der Klasse der Gewaltherrscher zu belegen.

Für uns im Westen hat das einen doppelten Nutzen. Zum einen kann die Erinnerung an das totalit?re Regime der chinesischen KP als Vergleich zu mitunter wenig gesch?tzten Entwicklungen in den Demokratien herhalten: Gern vorgetragene Ideen, der US-Pr?sident Trump ziele auf einen Umsturz ab, plane einen Pers?nlichkeitskult, sei ein – nun, was auch immer man übles sagt –, wirken ein wenig überzogen, wenn man es mit Mao und ?hnlichen Machtpolitikern vergleicht, die sich nicht lange bei der Frage von ungültigen W?hlerstimmen aufgehalten haben.

Auch w?re unter Mao kaum ein klar abweichender Richter eines hohen Gerichts eines natürlichen Todes gestorben – Trump ist da fraglos eine ganz andere Klasse. Gleichzeitig ist das eine gute Gelegenheit, über die eigenen Klassenstempel der besseren Kreise nachzudenken. Ich habe durchaus Vorbehalte gegen Trump, aber als gestern bekannt wurde, dass er sich mit Corona infiziert hat, sagte ich mir das, was man sich immer sagt:

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