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Ausland EU-Au?enbeauftragter Borrell

Bisher 550.000 Europ?er heimgeholt

| Lesedauer: 2 Minuten
Coronavirus hat Europa weiter im Griff

Nachdem das Ausw?rtige Amt die Reisewarnungen bis Mitte Mai verl?ngert hat, müssen viele ihren Sommerurlaub neu planen. Sie stehen nun vor unklaren Bestimmungen und steigenden Preisen.

Quelle: WELT

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Die gr??te Rückholaktion in der Geschichte der EU ist fast abgeschlossen. Die meisten Rückkehrer, die wegen der Corona-Krise im Ausland gestrandet waren, sind Deutsche. In einigen L?ndern Asiens und Afrikas sitzen allerdings immer noch EU-Bürger fest.

Die meisten der infolge der Corona-Pandemie im Ausland gestrandeten EU-Bürger sind heimgekehrt. Der EU-Au?enbeauftragte Josep Borrell sagte gegenüber WELT: ?Als der Gesundheitsnotstand weltweit seinen H?hepunkt erreicht hatte, waren viele Europ?er im Ausland gestrandet und konnten nicht nach Europa zurückkommen.“

Davon seien rund 600.000 Menschen betroffen gewesen, von denen mittlerweile 550.000 Europ?er zu ihren Familien zurückgebracht wurden. ?Damit wurden 90 Prozent aus dem Ausland zurückgeholt.“ Die gr??te Rückholaktion in der Geschichte der EU ist nun fast abgeschlossen.

Dies sei auch das Ergebnis einer ?einzigartigen konsularischen Zusammenarbeit zwischen der Europ?ischen Union und ihren Mitgliedstaaten“, betonte Europas Chefdiplomat. ?Wir werden aber weiterhin daran arbeiten, auch den restlichen zehn Prozent der im Ausland verbliebenen Europ?er durch Rückholflüge zu helfen“, versprach Borrell.

Die gro? angelegte Rückholaktion zeige, ?dass die EU in der Lage ist, schnell und effizient auf unvorhergesehene Situationen zu reagieren und ihre Bürger zu unterstützen“.

EU-Au?enbeauftragter Josep Borrell
EU-Au?enbeauftragter Josep Borrell
Quelle: Getty Images/Thierry Monasse

Die meisten der Rückkehrer sind Deutsche. Die Bundesrepublik hat bisher etwa 240.000 Menschen nach Hause geholt – mehr als jedes andere EU-Land. Berlin hat für die Luftbrücke 50 Millionen Euro bereitgestellt. Die Betroffenen müssen sich in geringem Umfang an den Kosten beteiligen.

Der Europ?ische Ausw?rtige Dienst in Brüssel übernahm bei der europaweiten Rückholaktion wichtige Koordinierungsarbeiten und sorgte mit dafür, dass EU-Bürger auch in Flugzeugen anderer Mitgliedsl?nder reisen konnten. Das sparte Kosten und beschleunigte oft die Rückkehr. In der Regel wurden Urlauber oder junge Menschen, die einen Schüleraustausch oder ein Freiwilligenprogramm in Drittstaaten absolvierten, zurückgebracht.

Deutschland zeigte sich bei der Rückholaktion besonders hilfsbereit: Die Bundesregierung charterte unter anderem selbst Maschinen und brachte damit allein 66.000 Menschen aus 65 L?ndern zurück nach Europa. Darunter waren 6100 Personen aus anderen EU-L?ndern. Au?enminister Heiko Maas (SPD) sprach von einem ?beispiellosen Kraftakt“.

Schwierig war die Ausreise aus Südafrika und Neuseeland. In Südafrika gab es Ausgangssperren, und es war schwer, Gestrandete zu den Flugh?fen zu bringen. Neuseeland wiederum strich zeitweise Rückholflüge.

Auch die Rückkehr der verbliebenen 50.000 Europ?er ist kompliziert. So erteilt etwa Marokko kaum Landegenehmigungen. Auf den Philippinen, in Kamerun und Indien kann man nur schwer zum Flughafen gelangen, weil immer noch strenge Ausgangsbeschr?nkungen gelten und die Beh?rden vor Ort penibel agieren.

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