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Deutschland Termine, Anfahrt, Kapazit?ten

Impfungen für Senioren – Vier Bundesl?nder setzen auf eine Website

| Lesedauer: 5 Minuten
So will Merkel Ordnung in das Impfchaos bringen

Die Impfungen in Deutschland gehen bisher eher schleppend voran. Bundeskanzlerin Angela Merkel will nun mit den zust?ndigen Fachministern darüber beraten, wie mehr Impfstoff produziert werden kann. Gleichzeitig st?rkt sie Spahn den Rücken.

Quelle: WELT/ Christoph Hipp

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Eigentlich sollten zügig alle über 80-J?hrigen geimpft werden – auch die, die zu Hause leben. Doch die Organisation dafür sieht in den Bundesl?ndern sehr unterschiedlich aus. Wo gibt es Termine? Wer zahlt die Anfahrt? Ein überblick.

In den ersten Bundesl?ndern haben die Zentren zur Impfung gegen das Coronavirus ge?ffnet – vor allem auch für die Menschen über 80 Jahre. Aber wie kommen Hochbetagte, die zu Hause leben, an den Termin? Die Bundesl?nder gehen dabei unterschiedlich vor, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur zeigt.

In Nordrhein-Westfalen sollen ab der dritten Januarwoche Briefe an die Menschen über 80 verschickt werden. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums kündigt der Brief den Beginn der Impfungen für diese Zielgruppe in den Impfzentren Anfang Februar an und kl?rt über den Ablauf von der Terminvereinbarung über die Telefonhotline 116 117 bis zur zweiten Impfung auf. ?Wenn eine Fahrt in ein Impfzentrum nicht m?glich ist, empfehlen wir zu warten, bis ein Impfstoff zur Verfügung steht, der zu Hause oder von Haus?rzten verimpft werden kann“, sagte eine Ministeriumssprecherin.

In Hessen ?ffnen mehrere Impfzentren am 19. Januar. Die Menschen über 80 Jahren sollen angeschrieben werden. Sp?ter sollen mobile Impfteams zu denen fahren, die daheim leben und etwa bettl?gerig sind.

In Rheinland-Pfalz haben Impfzentren seit Donnerstag ge?ffnet. Termine für Menschen über 80 k?nnen vereinbart werden. Menschen mit Bewegungseinschr?nkungen werden daheim von ihrem Hausarzt geimpft – wenn der Impfstoff da ist. Die Regierung appellierte an die Bürger, alte Menschen ins Zentrum zu fahren, die das allein nicht k?nnen. Wenn dies nicht m?glich sei, sollten die Menschen mit ihrer Krankenkasse kl?ren, ob diese eine Kranken- oder Taxifahrt bezahlen.

Im Saarland sind seit Ende Dezember Impfungen in Zentren m?glich. Immobile Menschen sollen zu Hause geimpft werden, sobald transportf?hige Impfstoffe vorhanden sind.

In Hamburg k?nnen die Menschen über 80, die zu Hause leben, jetzt Termine für die Impfung online und telefonisch buchen. In der kommenden Woche werden sie auch von der Gesundheitsbeh?rde angeschrieben und auf die Impfm?glichkeit hingewiesen. Die Fahrt ins Impfzentrum müssen die Senioren selbst organisieren.

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In Niedersachsen wird es wohl bis Anfang Februar dauern, bis die Menschen über 80 au?erhalb der Heime mit den Impfungen dran sind. Die Senioren sollen angeschrieben und über Impfm?glichkeiten und Terminvergabe via Hotline und Onlineportal informiert werden. Damit die Betagten in die Impfzentren kommen k?nnen, sollen im Bedarfsfall separate Buslinien eingerichtet oder bestehende Linien verl?ngert werden. Alte Menschen k?nnen auch Sonder-/Krankentransporte in Anspruch nehmen, die Kosten sollen im Einzelfall übernommen werden.

In Sachsen gehen ab Montag die Impfzentren ans Netz. Eine Plattform für die Anmeldung wird dann freigeschaltet. Ab Mitte kommender Woche soll man sich auch telefonisch anmelden k?nnen. Die Menschen über 80, die zu Hause leben, müssen ins Impfzentrum kommen.

In Baden-Württemberg k?nnen sich die Hochbetagten, die nicht in Heimen wohnen, zu einem Impftermin anmelden – über die Telefonnummer 116 117 und die Webseite www.impfterminservice.de. Die Fahrt ins Impfzentrum muss privat organisiert werden. Nur in H?rtef?llen soll es auch Impfungen für nicht mobile Menschen zu Hause geben.

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In Schleswig-Holstein sind die Impfzentren seit dem 4. Januar ge?ffnet. Die Anmeldung zur Impfung ist telefonisch oder online über www.impfen-sh.de m?glich. Im Gespr?ch ist, die Anbindung der Impfzentren über Busse und Bahnen zu verbessern. Unter Umst?nden k?nnen die Transportkosten zu den Zentren von der gesetzlichen Krankenversicherung übernommen werden.

In Berlin wird die Taxifahrt bezahlt

In Berlin werden die Einladungen zum Impfen an die Hochbetagten gerade verschickt. Sie k?nnen über eine Hotline einen Termin in einem Impfzentrum vereinbaren. Für die Senioren zahlt der Staat die Taxikosten für Hin- und Rückfahrt. Wer seine Wohnung nicht verlassen kann, soll laut DRK von einem mobilen Team geimpft werden.

In Bayern ist die telefonische Terminvereinbarung für die Menschen über 80 angelaufen. Die Hochbetagten erhalten in einem Schreiben Informationen über die Impfung und die Terminvereinbarung. Wenn Impfberechtigte nicht mobil sind und nicht in einem Heim leben, k?nnen sie laut Regierung auch auf die mobilen Impfteams zurückgreifen. Bayern prüft den Einsatz von Impfbussen, die zu den Menschen fahren.

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In Thüringen k?nnen die über 80-J?hrigen Impftermine über das Online-Portal www.impfen-thueringen.de oder telefonisch über die Hotline 03643/495 0490 buchen. Die ersten Impfzentren sollen am 13. Januar ?ffnen. Pflegebedürftige, die zu Hause leben und immobil sind, müssen laut Gesundheitsministerium zun?chst warten. Die Fahrt zu den Impfzentren müssen sich die Menschen selbst organisieren.

In Bremen sollen die Impfberechtigten Post erhalten. Wann die zu Hause lebenden Menschen über 80 dran sind, war zun?chst unklar. Geprüft wird, ob der Transport durch Fahrdienste m?glich ist.

In Brandenburg sollen sich die Menschen über 80 bei der Hotline der Kassen?rztlichen Vereinigung (KVBB) für die Impftermine anmelden. Zur Frage, wie die Hochbetagten in die Impfzentren kommen sollen, ist die KVBB im Gespr?ch mit den Landkreisen und kreisfreien St?dten.

In Mecklenburg-Vorpommern werden derzeit die ersten Briefe an Bürgerinnen und Bürger über 80 Jahren versandt. Jeder, der einen Brief erh?lt, kann sich an ein Callcenter wenden zur Terminvereinbarung. Um mobilen ?lteren Personen lange Wege zu den Impfzentren zu ersparen, werden Alternativangebote diskutiert.

In Sachsen-Anhalt sollen Menschen über 80 ab Montag in den ersten Impfzentren geimpft werden. Die ersten Impfzentren bieten telefonisch unter 116 117 oder im Internet unter www.impfterminservice.de Termine an, bald sollen Termine in allen Impfzentren buchbar sein.

So steht Deutschland im internationalen Vergleich da

Weil die Infektionen wieder steigen, haben einige L?nder neue Corona-Ma?nahmen beschlossen. Die Infektionszahlen und die Anzahl der Geimpften sind dabei wichtige Kenngr??en. Doch wo steht Deutschland dabei im internationalen Vergleich?

Quelle: WELT/ Jan-Friedrich Funk

dpa/coh

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