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Fünf Monate nach Autobahn-Anschlag: Ermittlungen dauern an

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Martin Steltner Martin Steltner
Martin Steltner, Sprecher der Berliner Staatsanwaltschaft. Foto: Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild
Quelle: dpa-infocom GmbH

Berlin (dpa/bb) - Knapp fünf Monate nach einem islamistisch motivierten Anschlag auf der Berliner Stadtautobahn ist der Tatverd?chtige weiter in der geschlossenen Psychiatrie. Die Ermittlungen gegen den 30-j?hrigen Iraker seien weit vorangekommen, sagte der Staatsanwaltschafts-Sprecher Martin Steltner. Es gehe um dreifachen versuchten Mord sowie gef?hrliche K?rperverletzung und Sachbesch?digung. Wegen des islamistischen Hintergrunds hatte die Generalstaatsanwaltschaft den Fall übernommen.

Bei dem Tatverd?chtigen deute sich eine verfestigte psychische Krankheit an, sagte der Sprecher weiter. Der abgelehnte Asylbewerber sei von einem Sachverst?ndigen begutachtet worden. Demnach werde von einem ?bizarren, religi?sen Wahn? ausgegangen.

Am 18. August des Vorjahres hatte der Mann auf der Stadtautobahn im Westteil der Hauptstadt mehrere Autos gerammt und nach Angaben von Ermittlern Jagd auf Motorradfahrer gemacht. Drei Menschen wurden dabei schwer verletzt. Eines der Motorr?der wurde demnach auf ein Auto geschoben. Drei Insassen wurden ebenfalls verletzt.

Ein schwerst verletzter Feuerwehrmann, der wochenlang auf einer Intensivstation lag und auch danach in der Klinik behandelt wurde, habe das Krankenhaus verlassen k?nnen, sagte ein Feuerwehrsprecher. Der Feuerwehrmann war nach seinem Dienst auf dem Nachhauseweg mit einem Motorroller oder Motorrad, als er vom Auto des T?ters umgefahren wurde.

Laut Polizei hatte der Mann an drei Stellen auf der Autobahn Crashs verursacht. Demnach hatte er eine vermeintliche Munitionskiste dabei. Als er gestoppt wurde, habe er angekündigt, in der Kiste bef?nde sich ein ?gef?hrlicher Gegenstand?. Diese wurde mit einem Wassergewehr aufgeschossen, es wurde darin aber nichts Verd?chtiges entdeckt.

Der Angreifer hatte nach damaligen Angaben von Generalstaatsanw?ltin Margarete Koppers auf Arabisch gerufen, dass alle sterben würden. Er habe ein Küchenmesser dabei gehabt, einen Gebetsteppich ausgerollt und sich darauf niedergelassen. Ein Polizist, der Arabisch spricht und mit als erster am Tatort war, nahm ihn fest.

dpa-infocom GmbH

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