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Hamburg Coronavirus

Hamburg ?ndert seine Impfstrategie

| Lesedauer: 2 Minuten
Bisher wurde die zweite Impfstoff-Dosis auch physisch aufbewahrt, nun wird auf neue Lieferungen gehofft Bisher wurde die zweite Impfstoff-Dosis auch physisch aufbewahrt, nun wird auf neue Lieferungen gehofft
Bisher wurde die zweite Impfstoffdosis auch physisch aufbewahrt, nun wird auf neue Lieferungen gehofft
Quelle: dpa
Um jetzt mehr Pflegeheim-Bewohner schützen zu k?nnen, wird alles verimpft, was da ist – und ab dann gilt zun?chst einmal das Prinzip Hoffnung.

Hamburg hat nach Angaben der Kassen?rztlichen Vereinigung seine Impfstrategie ge?ndert: Die zweite Dosis Impfstoff, die jeder Geimpfte nach einigen Wochen bekommen soll, wird nicht mehr aufgehoben, wie der KVH-Vorstandsvorsitzende Walter Plassmann im Hamburg 1 Fernsehen sagte. Dies sei bedauerlich. ?Wenn wir dann Ende Januar mit der zweiten Impfung beginnen, müssen wir hoffen, dass wir bis dahin neuen Impfstoff erhalten haben.“

Nach einem Beschluss von Bund und L?ndern sollten bis Mitte Februar alle 80-J?hrigen in den Pflege- und Altenheimen geimpft werden, sagte Plassmann. ?Das hat dazu geführt, dass wir in Hamburg unsere Impfstrategie deutlich überarbeiten mussten. Wir müssen jetzt mit Ausnahme der 500 Impfungen, die wir t?glich im Impfzentrum durchführen k?nnen, alle anderen Dosen in den Heimen verimpfen.“

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In Hamburg waren die Schutzimpfungen auch über das Wochenende fortgeführt worden. Nach am Montag ver?ffentlichten Zahlen des Robert-Koch-Instituts wurden seit Freitag mehr als 2800 weitere Menschen geimpft. Bis einschlie?lich Sonntag gab es in der Stadt demnach 12.695 Impfungen. Mit 6397 wurden die meisten aufgrund einer beruflichen Indikation vorgenommen – also etwa beim medizinischen Personal der Krankenh?user. 4312 Menschen wurden aufgrund ihres hohen Alters geimpft, bei 3361 handelte es sich um Pflegeheimbewohner. Mit 6,9 Impfungen pro 1000 Einwohner rangiert Hamburg auf Platz zehn der Bundesl?nder. Spitzenreiter ist nach wie vor Mecklenburg-Vorpommern (15,6), Schlusslicht Sachsen (4,9).

Studie zur Belastung im Pflegesystem

Dramatisch ist nach einer Erhebung der Hamburger Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW) auch die Lage für die Besch?ftigten auf Intensivstationen. Wie die NDR-Sendung ?Panorama 3“ berichtete, sind demnach viele Kliniken l?ngst an ihren Kapazit?tsgrenzen.

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Für die die Studie wurden 1000 Pflegende in Deutschland befragt, was sie in der aktuellen Phase der Pandemie besonders belastet. Der Befragungszeitraum war vom 31. Oktober 2020 bis zum 5. Januar 2021. In dieser Zeit sagen 88 Prozent der Befragten, dass sie durch die Corona-Pandemie mehr Arbeit haben als sonst. Daraus resultiert, dass sie die Pflegebedürftigen nicht mehr ad?quat versorgen k?nnen. Laut Studie geben 71 Prozent der Befragten an, dass sie die Versorgungsqualit?t der Pflegebedürftigen beeintr?chtigt sehen. Bei den Intensivpflegenden sagen 75 Prozent, dass sie ihre Patienten nicht mehr so versorgen k?nnen, wie es sein sollte.

dpa/jlau

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