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Sachsen-Anhalt

Durchschnittliches Storchenjahr im Land: Bestand stabil

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Ein Schwarm Wei?st?rche fliegt am Himmel vorbei Ein Schwarm Wei?st?rche fliegt am Himmel vorbei
Ein Schwarm Wei?st?rche fliegt am Himmel vorbei. Foto: Ahmed Gomaa/XinHua/dpa
Quelle: dpa-infocom GmbH
Sie stelzen über Stoppelfelder oder sitzen weit oben in ihren Nestern: St?rche sind ein Hingucker. In diesem Jahr hat das trockene Wetter für Freud und Leid bei Storchenexperten geführt.

Loburg (dpa/sa) - Das trockene Wetter ist in diesem Jahr Fluch und Segen für die St?rche in Sachsen-Anhalt gewesen. ?Wir rechnen mit einem mittleren Storchenjahr?, sagte Storchenexperte Michael Kaatz von der Vogelschutzwarte Loburg. Die Tiere h?tten trockenes Wetter im Frühjahr gehabt und somit ?einen guten Einflug? erlebt, erkl?rte Kaatz. Es wurden viele Nester besetzt. Allerdings wurden weniger Junge ausgebrütet als in anderen Jahren, was aber nicht problematisch für den Bestand gewesen sei.

?Der Mai war zwar zu trocken?, sagte der Storchenexperte. Dadurch habe es kaum Regenwürmer für die hungrigen M?uler gegeben. Dafür gab es aber auch keine hohen Niederschlagsmengen, die zu gro?en Verlusten beim Nachwuchs h?tten führen k?nnen. Wie viele Storchenpaare genau den Sommer in Sachsen-Anhalt verbracht h?tten, sei noch unklar. Bis Mitte Oktober sollten die endgültigen Zahlen zur Population aus allen Teilen des Landes zusammengetragen werden.

Im vergangenen Jahr lebten 557 Storchenpaare im Land. Das waren exakt so viele wie 2018, wie Kaatz erkl?rte. Im Vergleich zu anderen Bundesl?ndern sei das zufriedenstellend. In Mecklenburg-Vorpommern etwa nehme der Bestand an St?rchen ab. In Thüringen hingegen zeichne sich ab, dass in diesem Jahr mehr St?rche als im Vorjahr da gewesen seien, sagte Kaatz, der gut mit anderen Experten vernetzt ist.

Anfang August machten sich in diesem Jahr die ersten St?rche aus Sachsen-Anhalt bereits auf die lange Reise in den Süden. ?Sie hatten keine Probleme, loszuziehen?, sagte der Experte. Das Flugwetter mit Sonnenschein und gr??tenteils Trockenheit sei bestens gewesen. In der Regel z?gen die Tiere über die Westroute nach Spanien und Afrika oder gen Osten über den Nahen Osten nach Afrika.

Nur wenige St?rche blieben den Winter über in Sachsen-Anhalt. Meist seien es weniger als zehn Tiere, die den Versuch wagten, erl?uterte Kaatz. Bei den in Bayern oder Baden-Württemberg lebenenden St?rchen seien es jedes Jahr weitaus mehr. ?Die K?lte ist meistens nicht das Problem.? Wichtiger sei, dass es nicht so viel schneie, damit es ausreichend Futter gebe.

Storchenhof Loburg

dpa-infocom GmbH

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