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Frauendoppel bei French Open unter Manipulationsverdacht

| Lesedauer: 2 Minuten
Freier Mitarbeiter Investigation und Reportage
Schon kurz nach dem Erstrunden-Duell im Frauendoppel kamen erste Gerüchte über eine m?gliche Manipulation auf Schon kurz nach dem Erstrunden-Duell im Frauendoppel kamen erste Gerüchte über eine m?gliche Manipulation auf
Schon kurz nach dem Erstrunden-Duell im Frauendoppel kamen erste Gerüchte über eine m?gliche Manipulation auf
Quelle: Getty Images/Shaun Botterill
Nach Informationen von WELT sollen Wettbetrüger ein Tennismatch bei den French Open manipuliert haben. Es geht um Hunderttausende Euro. Die Polizei ermittelt. Aufnahmen des Duells wirken wie Slapstick.

Die franz?sische Polizei geht Hinweisen eines manipulierten Tennisduells bei den aktuell laufenden French Open nach. Dies erfuhr WELT von mehreren mit der Sache vertrauten Personen. Demnach schlugen mehrere Wettanbieter wegen auff?lliger Wetteins?tze Alarm. Mindestens eine der Spielerinnen soll in den Betrug involviert sein.

Bei der betroffenen Partie vom 30. September handelt es sich um das Frauendoppel in der ersten Runde zwischen Andreea Mitu/Patricia Maria Tig (beide aus Rum?nien) und Madison Brengle/Yana Sizikova (USA/Russland). Konkret soll das fünfte Spiel im zweiten Satz im Fokus der Manipulatoren gestanden haben. Das legen Daten der Wettanbieter nahe.

Die genaue H?he der platzierten Wetteins?tze bei verschiedenen Anbietern ist bislang unbekannt. Nach Sch?tzungen von Insidern soll es sich jedoch um mehrere Hunderttausend Euro handeln.

Zwei Doppelfehler und ein Ausrutscher

Das rum?nische Doppel Mitu/Tig war durch einen Zweisatz-Sieg (7:6, 6:4) in die n?chste Runde eingezogen. Schon kurz nach dem Duell kamen erste Gerüchte über eine m?gliche Manipulation auf. Aufnahmen des verd?chtigen fünften Spiels in Satz zwei zeigen, wie die Russin Sizikova zwei Doppelfehler in kurzer Zeit verursacht. Bei einem weiteren Punktverlust scheint sie leicht auszurutschen.

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Weitere Ermittlungen sollen nun kl?ren, inwiefern Spielerinnen der Partie in die mutma?liche Manipulation involviert waren. Die Tennis Integrity Unit (TIU), die sich im Auftrag der Weltverb?nde mit F?llen von Wettbetrug besch?ftigt, wollte die aktuellen Manipulationsvorwürfe auf Anfrage von WELT nicht kommentieren.

Die Monitoringfirma Sportradar, die den Wettmarkt für Tennisverb?nde überwacht, verwies auf laufende Ermittlungen und wollte den Fall ebenfalls nicht kommentieren.

Einige Tennisprofis wegen Corona in finanziellen N?ten

Sport ist l?ngst zum Spielfeld für ein entfesseltes Milliardengesch?ft mit Wetten geworden. Experten beziffern den weltweiten Umsatz j?hrlich auf rund 1,5 Billionen Euro. Diesen Markt nutzen auch Kriminelle für sich. Sergio D’Orsi von der europ?ischen Polizeibeh?rde Europol sagte WELT AM SONNTAG Ende 2019: ?Mafiagruppen und Syndikate weltweit nutzen Matchfixing, um Geld zu verdienen und zu waschen.“

In kaum einer anderen Sportart zeigt sich der Betrug so massiv wie im Tennis. Zum einen ist es deutlich einfacher, Wettbewerber einer Individualsportart zu manipulieren, da wenig Akteure beteiligt sind. Zum anderen flie?en im Tennis wie im Fu?ball immense Summen, was auch das Angebot auf dem Wettmarkt beeinflusst. Nicht zuletzt hat die Corona-Krise auch einige Tennisprofis in finanzielle N?te gebracht.

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Die Tennis Integrity Unit sprach allein im Jahr 2019 Sperren gegen mehr als 20 M?nner und Frauen im Kontext Wettmanipulation aus.

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