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Cleveland gewinnt nach 26 Jahren wieder ein Play-off-Spiel – ohne Trainer

| Lesedauer: 3 Minuten
Wild Card Round - Cleveland Browns v Pittsburgh Steelers Wild Card Round - Cleveland Browns v Pittsburgh Steelers
Historischer Sieg: Quarterback Baker Mayfield (r.) und die Cleveland Browns feierten nach dem ersten Play-off-Sieg seit 1995
Quelle: AFP/Justin K. Aller
Die Cleveland Browns sorgen für die erste überraschung in den Play-offs der NFL. Gegen Pittsburgh beenden die Browns ohne ihren Cheftrainer eine lange Durststrecke und stellen dabei sogar einen Rekord auf. Bei den Steelers flie?en hingegen Tr?nen.

Ben Roethlisberger hat in seiner Karriere schon viel erlebt. Der 38 Jahre alte Quarterback der Pittsburgh Steelers spielt seit gut 16 Jahre in der NFL. Die Fans nennen den 1,96 Meter gro?en und 109 Kilogramm schweren Roethlisberger erfurchtsvoll ?Big Ben“.

Nach dem Spiel gegen die Cleveland Browns versteckte der gro?e Ben seine Gefühle nicht. Dicke Tr?nen liefen aus seinen ger?teten Augen. Kurz zuvor hatten er und sein Team 37:48 (10:35) gegen den Au?enseiter verloren.

Fast zur selben Zeit hüpfte Baker Mayfield, der Quarterback der Browns, freudig in die Katakomben. Den Spielball hatte er unter seinen linken Arm geklemmt. Mayfield war sich bewusst, wie bedeutsam dieses Stück Leder nicht nur für ihn ist. Schlie?lich gewann Cleveland erstmals nach 26 Jahren wieder ein Spiel in den Play-offs.

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Mayfield, 25, der beim bislang letzten Play-off-Sieg der Browns am 1. Januar 1995 noch nicht geboren war, überzeugte mit drei Touchdown-P?ssen. ?Wir haben daran geglaubt“, sagte Mayfield, ?die Menschen von au?en interessieren uns nicht, wir haben die ganze Zeit daran geglaubt.“ Er sei morgens aufgewacht und habe sich ?gef?hrlich gefühlt“.

Trainer Stefanski schaut Spiel zu Hause

Gef?hrlich war das durch Corona-F?lle stark dezimierte Team, das auch auf Cheftrainer Kevin Stefanski verzichten musste, besonderes im ersten Viertel. W?hrend Stefanski wegen eines positiven Corona-Tests die Partie aus seinem Zuhause in Cleveland verfolgen musste und aufgrund der Regularien nicht in das Spielgeschehen eingreifen durfte, punkteten die Browns nach Belieben.

Bereits nach 14 Sekunden führte Cleveland – in seinem ersten Play-off-Spiel seit Januar 2003 – nach einem missglückten Snap der Steelers und einem Touchdown von Safety Karl Joseph mit 7:0, nach dem ersten Viertel stand es nach zwei Interceptions von Roethlisberger 28:0 für die Browns. Die 28 Z?hler waren zudem Play-off-Rekord für ein erstes Viertel.

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In H?lfte zwei kam Pittsburgh zwar besser in die Partie, doch Mike Tomlin traf an diesem Abend die ein oder andere unglückliche Entscheidung. So entschied Pittsburghs Trainer beim Stand von 23:35 den Ball im vierten Versuch bei noch einem ben?tigten Yard zu punten, anstatt den Versuch auszuspielen.

?Wir haben nicht genug getan. Wir haben nicht die n?tigen Spielzüge gemacht, besonders in den entscheidenden Szenen nicht“, sagte Tomlin. Für die Steelers, die mit elf Siegen in Serie in die Saison gestartet waren, endete die Saison damit abrupt.

Roethlisberger l?sst Zukunft offen

Der traurige Roethlisberger warf zwar vier Touchdown-P?sse und über 501 Yards, leistete sich aber auch insgesamt vier Interceptions, drei davon in der ersten Halbzeit. Ob der 38-J?hrige, dessen Vertrag noch ein Jahr l?uft, seine Karriere fortsetzt, lie? er nach der Niederlage offen. ?Jetzt ist nicht der richtige Zeitpunkt, um darüber zu sprechen.“

Wild Card Round - Cleveland Browns v Pittsburgh Steelers
Ben Roethlisberger k?nnte gegen Cleveland sein letztes Spiel in der NFL gemacht haben
Quelle: AFP/Joe Sargent

Mayfield und die Browns treffen am kommenden Sonntag auf Titelverteidiger Kansas City Chiefs. Ebenfalls am Sonntag messen sich die New Orleans Saints nach ihrem 21:9 gegen die Chicago Bears mit den Tampa Bay Buccaneers. Dabei kommt es erneut zum direkten Duell der Quarterback-Superstars Tom Brady und Drew Brees.

rc

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