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Eishockey Lukaschenkos Eishockey-Werbung

?Bei uns stürmen Protestierer nicht das ?Kapitol‘ von Wei?russland“

| Lesedauer: 2 Minuten
Lukaschenko wirbt bei IIHF-Pr?sident Fasel für Eishockey-WM Lukaschenko wirbt bei IIHF-Pr?sident Fasel für Eishockey-WM
Alexander Lukaschenko (l.) begrü?t René Fasel, den Pr?sidenten des internationalen Eishockeyverbandes IIHF
Quelle: dpa/Nikolai Petrov
Die Eishockey-WM soll in diesem Jahr in Wei?russland stattfinden. Dagegen gibt es erheblichen Widerstand, der Weltverband tagt Ende des Monats. Dessen Pr?sident traf sich nun mit Alexander Lukaschenko.

Der wei?russische Machthaber Alexander Lukaschenko hat bei einem Treffen mit dem Pr?sidenten des Eishockey-Weltverbands IIHF die geplante Ausrichtung der WM gegen Kritik verteidigt. Ungeachtet des internationalen Drucks auf den Verband, sei Wei?russland bereit für das Turnier – gegebenenfalls auch ohne Co-Ausrichter Lettland, sagte Lukaschenko bei dem Gespr?ch mit René Fasel in Minsk.

Wegen massiver Polizeigewalt gegen Andersdenkende und mangelnder Schutzma?nahmen in der Corona-Pandemie ist Wei?russland als WM-Standort umstritten. Die WM ist vom 21. Mai bis 6. Juni in Lettland und Wei?russland geplant.

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Lukaschenko, der als ?letzter Diktator Europas“ gilt, empfing Fasel herzlich; sie drückten sich beide H?nde zum Gru?, wie auf Bildern der Staatsmedien zu sehen war. ?Wenn Lettland verzichtet, dann richten wir die Weltmeisterschaft in Wei?russland aus, und das wird die beste WM der Geschichte“, sagte Lukaschenko. Der Rat der IIHF will am 25. und 26. Januar über die Ausrichtung in Wei?russland tagen.

Lukaschenkos Gegner rufen zum WM-Boykott auf

Wegen der als gef?lscht kritisierten Pr?sidentenwahl am 9. August wird Lukaschenko von der EU nicht mehr als Staatschef anerkannt. Der 66-J?hrige hatte sich nach 26 Jahren an der Macht mit 80,1 Prozent erneut zum Sieger erkl?ren lassen. Seine Gegner sehen jedoch die 38-j?hrige Swetlana Tichanowskaja als Siegerin. Bei Protesten gegen Lukaschenko sind in den vergangenen Monaten mehr als 30.000 Menschen festgenommen worden. Es gab Hunderte Verletzte und mehrere Tote. Neben der EU haben auch die USA Sanktionen gegen Wei?russland verh?ngt.

Polizei verfolgt Demonstranten bis in die Wohnung

W?hrend der jüngsten Proteste in Minsk haben mehrere Polizisten Demonstranten bis in eine Privatwohnung verfolgt. Videoaufnahmen zeigen, wie die Sicherheitskr?fte dabei auf die Menschen losgehen.

Quelle: WELT / Nicole Fuchs-Wiecha

Lukaschenkos Gegner sind gegen eine WM in Wei?russland und rufen zum Boykott auf, sollte das Turnier doch in Minsk ausgetragen werden. Lukaschenko selbst sagte bei dem Treffen mit Fasel, dass Wei?russland ein sicheres Land sei. ?Bei uns stürmen Protestierer und ?hnliche Unzufriedene keine Regierungsgeb?ude und das ,Kapitol‘ von Wei?russland“, sagte er mit Blick auf die Erstürmung des US-Kongressgeb?udes in Washington in der vergangenen Woche.

Es gebe keinen Grund für eine Absage der WM in Wei?russland, meinte Lukaschenko. ?Wenn die IIHF mit dem Druck einzelner politischer Kreise einzelner L?nder nicht klarkommt“, sagte er, ?dann hei?t das, dass es keine WM in Wei?russland geben wird.“

dpa/mel

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