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Handball Zwist im Nationalteam

?Familienv?ter aus anderen L?ndern nehmen auch teil“

| Lesedauer: 3 Minuten
Das sagt Alfred Gislason nach der Wolff-Kritik

Die Verbalattacke von Andreas Wolff gegen die Corona-bedingten WM-Absagen einiger Handball-Nationalspieler ist Alfred Gislason übel aufgesto?en. Der Bundestrainer hofft, dass dieses Thema schnell begraben wird und die WM-Vorbereitungen nicht nachhaltig st?rt.

Quelle: SID

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Am Mittwoch startet in ?gypten die Handball-WM. In der deutschen Nationalmannschaft artet die Kontroverse um die Absage einiger Stars aus Angst vor Corona aus. R?delsführer ist Torhüter Andreas Wolff. Der legte nun nach.

Mit erstmals 32 Teilnehmern startet am Mittwoch in ?gypten die Handball-WM. Auch Deutschland ist dabei. Die Auswahl des Deutschen Handball-Bundes (DHB) muss bei dem Turnier auf einige arrivierte Kr?fte verzichten, die ihre Teilnahme ob der Corona-Pandemie abgesagt hatten.

Nationaltorwart Andreas Wolff aber wird in ?gypten dabei sein. Die Corona-bedingten Absagen einiger Mitspieler für die WM hat er kurz vor dem Turnierbeginn erneut kritisch hinterfragt.

Handball, Andreas Wolff
Handball-Nationaltorhüter Andreas Wolff ist nicht nur bekannt für gute Leistungen, auch für klare Worte
Quelle: Getty Images/Christof Koepsel

?Der Deutsche Handballbund hat immer gesagt, dass man die Entscheidungen akzeptiert, und so handhabe ich es auch. Ich habe mir nie Gedanken über eine Absage gemacht“, sagte Wolff in einem ?Kicker“-Interview und erg?nzte: ?Aber wenn man sieht, dass andere Nationen mit voller Kapelle anreisen und keine derartigen Absagen haben, k?nnte man etwas sarkastisch schon behaupten, dass andere Spieler wohl besser in der Lage sind, ihre kurzzeitige Abwesenheit zu organisieren.“

Wolffs ehemalige Kieler Mannschaftskameraden Hendrik Pekeler, Patrick Wiencek und Steffen Weinhold hatten aus famili?ren Gründen auf ihre Teilnahme am Turnier vom 13. bis 31. Januar in ?gypten verzichtet. ?Ich bin kein Familienvater, da kann ich mich nicht hineinversetzen, aber Familienv?ter aus anderen L?ndern nehmen auch teil“, sagte Wolff. Bereits zuvor hatte der 29 Jahre alte Keeper des polnischen Spitzenklubs Vive Kielce die Entscheidungen kritisiert.

THW Kiel kontert Wolffs Kritk

Patrick Wiencek hatte Anfang Dezember gesagt: ?Jeder wei?, wie stolz ich auf jedes meiner L?nderspiele bin. Aber ich bin nicht nur Nationalspieler, sondern auch Spieler des THW Kiel und vor allem Familienvater. In dieser Konstellation und in dieser immer noch besonderen Situation hat es sich einfach nicht richtig angefühlt, im Januar vier Wochen weit weg von zu Hause zu sein.“

Gesch?ftsführer Viktor Szilagyi vom deutschen Rekordmeister THW Kiel kann die Kritik von Wolff unterdessen nicht nachvollziehen. ?Ich glaube, es w?re der bessere Weg gewesen, den direkten Austausch zu suchen und sich dann seine Meinung zu bilden“, sagte der ?sterreicher in der TV-Sendung ?Sportclub“ des NDR. Schlie?lich handele es sich um drei Spieler, mit denen Wolff jahrelang zusammengespielt habe. ?hnlich hatte sich Szilagyi schon am Freitag ge?u?ert.

?Ich kann inhaltlich nicht nachvollziehen, was er gesagt hat, noch dazu ist der Zeitpunkt v?llig unpassend“, sagte Szilagyi. Natürlich sei die Situation eines Familienvaters ganz anders als die von einem Single, der gerade neu in die Nationalmannschaft kommt. Es st?re ihn an Wolffs Kritik, ?dass er das zu pauschal sagt und dass er sich nicht in die Situation hineinversetzt“, sagte er.

Keeper Wolff indes freut sich auf die Weltmeisterschaft. Trotz der fehlenden Erfahrung habe das deutsche Nationalteam das Potenzial, für eine überraschung zu sorgen, so Wolff. ?Doch insgesamt ist es schade für uns, dass wir nicht in Bestbesetzung antreten k?nnen. Aber – und das sehe ich ?hnlich wie Bundestrainer Alfred Gislason – bedeuten solche Absagen auch immer die Chance für neue, junge Spieler, die jetzt hei? sind, um sich zu beweisen“, sagte Wolff.

Das DHB-Team startet am Freitag gegen Uruguay in die WM, die – das wurde am Sonntagabend bekannt – nun doch ohne Zuschauer stattfinden wird. Nach einem Gespr?ch zwischen Hassan Moustafa, dem Pr?sidenten des Internationalen Handballverbandes (IHF) und dem ?gyptischen Premierminister Mostafa Madbouly sowie weiteren hochrangigen Regierungsvertretern des nordafrikanischen Landes wurde das geplante Zuschauerkonzept mit einer Auslastung von 20 Prozent der Hallenkapazit?ten auch auf Dr?ngen von Europas Top-Nationen endgültig verworfen.

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LaGa/dpa

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