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Deutsche Heizungsbranche fordert Zugang zu Wasserstoff

| Lesedauer: 2 Minuten
Wirtschaftsredakteur
ARCHIV - 12.06.2020, Mecklenburg-Vorpommern, Laage: Ein mit der Aufschrift ?Wasserstoff? gekennzeichnete Rohrleitung ist in der Brennstoffzelle eines Wasserstoff-Kraftwerks. (zu ?Wasserstoffstrategie? für Berlin und Brandenburg") Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa +++ dpa-Bildfunk +++ ARCHIV - 12.06.2020, Mecklenburg-Vorpommern, Laage: Ein mit der Aufschrift ?Wasserstoff? gekennzeichnete Rohrleitung ist in der Brennstoffzelle eines Wasserstoff-Kraftwerks. (zu ?Wasserstoffstrategie? für Berlin und Brandenburg") Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Eine mit "Wasserstoff" gekennzeichnete Rohrleitung in der Brennstoffzelle eines Kraftwerks. Die Einspeisung des Energietr?gers ins Gasnetz ist technisch kein Problem
Quelle: dpa
Mit der Einspeisung von Wasserstoff ins bestehende Gasnetz lassen sich die Klimaziele kostengünstiger erreichen, hei?t es in einem Brief an Wirtschaftsminister Altmaier. Der will Wasserstoff bisher nur im Verkehrsbereich f?rdern.

Der Bundesregierung droht ein Streit mit der Heizungsindustrie und Gaswirtschaft über die Verwendung des klimaneutralen Energietr?gers Wasserstoff.

Das Gas, hergestellt aus Wasser und ?kostrom, solle nach dem Willen der Politik bevorzugt in der Stahlindustrie, im Luft- und Schwerlastverkehr eingesetzt werden. Aber nicht zum Heizen verwendet werden dürfen, fürchten die Branchenvertreter.

?Leider haben wir aus Ihrem Ministerium vermehrt ?u?erungen vernommen, wonach der W?rmemarkt zeitlich deutlich nachrangig zu bedienen sei“, hei?t es in einem Brandbrief des Bundesverbandes der Heizungsindustrie (BDH) und mehrerer Interessenvertretungen der Gaswirtschaft an Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU). Er liegt WELT AM SONNTAG exklusiv vor.

Wasserstoff gilt als ?Champagner der Energiewende“

Die Verb?nde ?rgert, dass die Bundesregierung die Produktion der gerade im Aufbau befindlichen Wasserstoffindustrie praktisch kontingentieren will.

Solange der Brennstoff, der auch als ?Champagner der Energiewende“ gilt, knapp und teuer sei, soll er im Geb?udesektor nicht zum Einsatz kommen. Hier setzt die Politik vor allem auf die mit ?kostrom betriebene W?rmepumpe.

Ein Fehler, glauben die Heizungsbauer und Gasverb?nde. ?Die Markteintrittshürden für den Einsatz von Wasserstoff im Geb?udesektor sind deutlich niedriger als in anderen Sektoren“, argumentieren sie: ?Denn w?hrend der Geb?udesektor mit der bestehenden Gasinfrastruktur unmittelbar versorgt werden kann, muss eine fl?chendeckende Infrastruktur im Verkehrssektor erst noch geschaffen werden.“

Wasserstoff lasse sich mit bis zu 20 Prozent Anteil einfach ins Gasnetz einspeisen. ?Mieter und Hauseigentümer werden auf diese Weise nicht zus?tzlich belastet, da keine Austauschkosten entstehen“, werben die Verb?nde.

H?here Mieten würden so vermieden. Zudem entstehe durch den Einsatz von Wasserstoff im Geb?udesektor ein Massenmarkt, der die Kosten des Brennstoffs rasch senken würde. Mittelfristig k?nne Erdgas komplett durch Wasserstoff ersetzt werden.

Das Schreiben der Verb?nde BDH, FNB Gas, ASUE, Zukunft Gas und DVGW ist an den zust?ndigen Fachminister Peter Altmaier adressiert. Widerstand dürfte allerdings eher aus dem Haus von Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) kommen: Die hatte jüngst bei einer Tagung betont: ?Priorit?t hat Wasserstoff für die Industrie.“

Dieser Text ist aus der WELT AM SONNTAG. Wir liefern sie Ihnen gerne regelm??ig nach Hause.

Quelle: Welt am Sonntag

Die Wasserstoff-Milliardenwette von Airbus

Der Flugzeugbauer Airbus will bis 2035 sein erstes Flugzeug ohne sch?dlichen CO2-Aussto? anbieten – und setzt dabei auf Wasserstoff. N?tig seien dazu Investition im zweistelligen Milliardenbereich.

Quelle: WELT

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