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Ziele, Superkr?fte, Netzwerk – mit dem 9-Punkte-Plan machen Sie sich zur Marke

| Lesedauer: 6 Minuten
Für die Markenbildung ist es wichtig, dass Vorgesetze oder Gesch?ftspartner ein Gesicht mit einem verbinden Für die Markenbildung ist es wichtig, dass Vorgesetze oder Gesch?ftspartner ein Gesicht mit einem verbinden
Für die Markenbildung ist es wichtig, dass Vorgesetze oder Gesch?ftspartner mit Ihnen ein Gesicht verbinden
Quelle: Getty Images/Westend61
Die eigene Marke zu pflegen, kann für den Aufstieg im Beruf entscheidend sein – gerade in Krisenzeiten. Dank der sozialen Medien ist es einfacher, die eigene Person und Arbeit zu pr?sentieren. Doch Experten warnen: ?Personal Branding ist keine reine Selbstdarstellung.“

Ein Techniker mit schwarzem Rollkragenpullover, blauen Jeans und einer kreisrunden Brille – wenige Stichworte genügen und jeder wei?, wer gemeint ist: Steve Jobs. Ein Modemacher mit langem, wei?em Pferdeschwanz. Auch hier ist klar: Das kann nur Karl Lagerfeld sein. Beide Unternehmer haben zu ihren Lebzeiten nicht nur innovative Produkte erschaffen, sondern auch etwas anderes: ihre pers?nliche Marke.

Vereinfacht gesagt ist sie das, was andere über einen sagen, wenn man nicht im Raum ist. Die eigene Marke zu pflegen, kann für den Aufstieg im Job entscheidend sein. Sie verschafft Berufst?tigen Sichtbarkeit nach innen und nach au?en: Das kann etwa beim Netzwerken, bei einer Bef?rderung, einem Jobwechsel oder bei einem Sprung in die Selbstst?ndigkeit helfen – gerade auch in Krisenzeiten. Dank der sozialen Medien ist es deutlich einfacher geworden, die eigene Marke aufzubauen. Doch wie gelingt das? Zwei Expertinnen geben Tipps.

1. Ziele festlegen

?Am wichtigsten ist es, seine Ziele und die Zielgruppe zu definieren“, sagt Marina Zayats. Die frühere Kommunikationsmanagerin und Autorin ber?t ihre Kunden dabei, ihren Au?enauftritt gezielt zu steuern. Ihrer Meinung nach sollten Berufst?tige sich zuerst fragen: Geht es um einen Aufstieg im Unternehmen, m?chte ich mich selbstst?ndig machen oder will ich neue Kunden gewinnen?

Das Ziel entscheidet dann auch über die Zielgruppe. Also: Sollen Kollegen und Vorgesetzte, Kunden, Investoren oder Journalisten angesprochen werden? Erst wer diese Punkte für sich definiert hat, k?nne mit dem Markenaufbau beginnen.

2. Die eigenen ?Superkr?fte“ finden

Wie will man wahrgenommen werden? Welche St?rken und Themen sollen andere Menschen mit der eigenen Person verbinden? Das sollten die n?chsten Fragen sein, r?t Marken-Expertin Zayats. ?Dazu geh?ren Interessen und Wissen, welche für andere einen Mehrwert generieren.“

Seine eigenen ?Superkr?fte“ – also zum Beispiel Kreativit?t oder Offenheit – zu benennen, falle vielen schwer, beobachtet Zayats immer wieder. Deshalb empfiehlt sie, auch Menschen aus dem eigenen Netzwerk offen danach zu fragen, welche Themen und St?rken sie mit einem verbinden.

Christina Richter arbeitet seit 15 Jahren in der Unternehmenskommunikation und hilft ihren Kunden seit fünf Jahren dabei, ihre eigene Marke zu entwickeln. Um die eigenen St?rken zu finden, hat die Kommunikationsberaterin einen simplen, aber effektiven Tipp: ?Man sollte sich überlegen, über welches Thema man auf einer Konferenz referieren würde.“

3. Weniger ist mehr

Zudem ist es ratsam, sich zu fokussieren: Zwei bis drei Kernthemen genügen. Sonst l?uft man Gefahr, nicht als Experte für das jeweilige Gebiet wahrgenommen zu werden. Zayats gibt ein Beispiel: Wer sich in seinem Job etwa mit Digitalisierung besch?ftigt, kann Digitalisierung an Schulen oder Künstliche Intelligenz zu seinem Thema machen.

Auch kann es sinnvoll sein, seine Themengebiete mit ungew?hnlichen Aspekten zu verknüpfen. Wer beispielsweise neben seiner Expertise im Bereich Digitalisierung über gro?es Wissen im Bereich Japan verfügt, kann diese Aspekte kombinieren. So entstehe eine Besonderheit und ein Mehrwert, erkl?rt Zayats.

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Alternativ k?nnen Berufst?tige auch Unterthemen entwickeln, die neue Bereiche mit einschlie?en, r?t Richter. Beispielsweise k?nne man im Zuge der Digitalisierung auch über Frauen in der IT-Branche sprechen. Man sollte dabei jedoch die 80/20-Regel befolgen: 80 Prozent der ?u?erungen sollten die Kernthemen bespielen, 20 Prozent andere Themen umfassen. So sei man gut aufgestellt.

4. Online-Pr?senz zeigen

Um Markenaufbau zu betreiben, sollten Berufst?tige ihre Expertise und ihre Erfahrungen teilen – sowohl online als auch offline. ?Diese sollten immer eine eigene Perspektive oder eine Erg?nzung zum Thema enthalten”, findet Richter. Sie r?t dazu, sich in sozialen Netzwerken aktiv an Diskussionen zu beteiligen. ?Man hinterl?sst nach und nach immer mehr Fu?spuren, indem man Beitr?ge von anderen Leuten, die sich mit ?hnlichen Themen besch?ftigen, kommentiert.“

Auf welche Plattform Berufst?tige sich fokussieren sollten, ist abh?ngig von den jeweiligen Zielen und der Zielgruppe. Nach Richters Ansicht eigenen sich Twitter, LinkedIn und Xing am besten für Personal Branding. Eine pers?nliche Marke baut man natürlich nicht von heute auf morgen auf: Personal Branding erfordert ein Stück weit Disziplin und Kontinuit?t. ?Nicht im Sinne eines strikten Zeitplans“, sagt Expertin Zayats. Man solle aber durchaus überlegen, welche Themen man wie oft teilen m?chte, r?t sie.

5. Netzwerken nicht vergessen

Auch in Gespr?chen kann die eigene Marke gest?rkt werden. Das f?ngt schon bei der richtigen Begrü?ung und Vorstellung an. ?Jeder Unternehmer und Selbstst?ndige sollte sich und sein Business in Form eines kurzen Pitches vorstellen k?nnen“, empfiehlt Kommunikationsexpertin Richter.

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Auch wenn das in der Pandemie immer schwerer geworden ist und viele Branchenevents nur noch digital stattfinden: Ideal für den Aufbau der eigenen Marke sind Veranstaltungen, die aus einer Mischung von Vortr?gen und Zeit zum Netzwerken bestehen. Bei kleineren Events sei es auch m?glich, sich mit einem konkreten Thema als Redner anzubieten, sagt Zayats. ?Viele Menschen scheuen davor zurück, weil sie denken, man müsse warten, bis man gefragt wird. Die Realit?t sieht aber meist anders aus.“

6. Optische Akzente setzen

So banal es klingt: Auch die Optik ist ein wesentlicher Faktor, wenn es darum geht, eine eigene Marke zu entwickeln. Um Wiedererkennungswert zu erzeugen, reichen oft schon einfache Mittel. ?Ich habe beispielsweise bei jeder Konferenz einen orangenen Blazer getragen“, erz?hlt Richter.

Nicht immer ist es n?tig, um jeden Preis aufzufallen. Eines sollten Vorgesetzte, Kunden oder Gesch?ftspartner aber: ein Gesicht mit einem verbinden. Das gilt auch für die Kommunikation in sozialen Netzwerken. ?Bilder sind wichtig, um sich mit anderen Leuten zu identifizieren“, sagt Zayats. Ein sympathisches L?cheln – durchaus auch einmal in einem etwas privateren Kontext – k?nne helfen, Authentizit?t zu vermitteln.

7. Authentisch sein

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Von gestellten Portr?ts in unnatürlichen Posen, die einen etwa beim Telefonieren oder Pr?sentieren zeigen, r?t Zayats hingegen ab. Nichts schadet der pers?nlichen Marke mehr, als nicht authentisch zu sein. Auch steife Texte in sozialen Netzwerken, die sich wie Pressemitteilungen lesen, seien das falsche Mittel. Hier nennt sie eine einfache Regel: Der Ton, mit dem man mit Menschen auf einem Business-Event sprechen würde, ist der richtige. ?Die Menschen sollen merken, dass eine echte Person hinter dem Profil steckt“, sagt Zayats.

Ein gro?er Fehler im Gespr?ch mit Kollegen, Vorgesetzten, Gesch?ftspartnern oder Kunden ist, sich nur auf sich selbst zu konzentrieren. ?Wer Aufmerksamkeit m?chte, sollte sich auch für andere Menschen interessieren und diesen zuh?ren“, sagt Zayats. Nur so sei es m?glich, ein nachhaltiges Netzwerk aufzubauen.

8. Privates und Berufliches trennen

Die Grenze zwischen privaten und beruflichen Inhalten sollte man beachten. Um diese Grenze auszumachen, empfiehlt Zayats, sich vorzustellen, dass man an einer Firmenfeier teilnimmt. Welche Informationen würde man dort preisgeben?

Es ist zwar nicht v?llig tabu, in Gespr?chen oder sozialen Netzwerken auch mal private Inhalte zu teilen. ?Wir sind Menschen, die sich für die Erfahrungen anderer interessieren“, sagt Richter. Dabei sollte man aber immer darauf achten, dass diese auch eine berufliche Relevanz haben.

9. Vorsicht vor Selbstdarstellung

Im Endeffekt ist Personal Branding ein Kommunikationswerkzeug von vielen. Das sollten Berufst?tige berücksichtigen, sagt Kommunikationsberaterin Richter. Sie warnt: ?Personal Branding ist keine reine Selbstdarstellung.“ Es gehe prim?r darum, sich über seine Expertise zu einem Thema zu pr?sentieren und sichtbar zu sein.

Sie empfiehlt, die 80/20-Regel zu beachten und sich zu 80 Prozent inhaltlich zu seinen Themen zu ?u?ern und zu 20 Prozent zu einem selbst. ?Man muss aufpassen, dass man die pers?nliche Marke nicht zu sehr in den Vordergrund stellt, sondern lieber seine inhaltliche Arbeit teilt“, sagt sie. ?Sonst kann es schnell dazu führen, dass man Sie kennt, aber nicht wei?, wofür Sie stehen.“

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