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Elon Musk im Gespr?ch mit Mathias D?pfner

?Es geht darum, das Leben zu spüren“

| Lesedauer: 38 Minuten
Vorstandsvorsitzender der Axel Springer SE
Trafen sich in Berlin: Tesla-Chef Elon Musk und Axel-Springer-CEO Mathias D?pfner (r.) Trafen sich in Berlin: Tesla-Chef Elon Musk und Axel-Springer-CEO Mathias D?pfner (r.)
Trafen sich in Berlin: Tesla-Chef Elon Musk und Axel-Springer-CEO Mathias D?pfner (r.)
Tesla-Chef Elon Musk ist der wohl gr??te Vision?r auf diesem Planeten. Mit SpaceX m?chte er den Mars erreichen, mit Neuralink menschliche Intelligenz aufrüsten. Mit Mathias D?pfner spricht er über die gro?en Fragen des Lebens, deutsches Beh?rdenwesen und seinen Begriff von Freiheit

Mathias D?pfner: Wolfgang Sch?uble, ein kluger deutscher Politiker, hat gesagt: ?Wenn es überhaupt einen absoluten Wert in unserem Grundgesetz gibt, dann ist das die Würde des Menschen. Die ist unantastbar. Aber sie schlie?t nicht aus, dass wir sterben müssen.“

Elon Musk: Jeder muss sterben.

D?pfner: Jeder muss sterben, aber die Menschenwürde muss geschützt werden. Sogar in Zeiten von Corona. Hast du deine Meinung bezüglich des Virus w?hrend deiner eigenen Infektion ge?ndert?

Musk: Nein, nicht wirklich.

D?pfner: Wie wird die Lage im n?chsten Sommer sein? Ist der Impfstoff die L?sung?

Musk: Wir werden so viele Impfstoffe haben, dass wir nicht wissen werden, was wir mit ihnen anfangen sollen.

D?pfner: Und es gibt positive Auswirkungen auf die Krebsforschung.

Musk: Die Entwicklung der Impfstofftechnologie wird gerade mit einem Turbo ausgestattet. Interessant sind besonders mRNA-Impfstoffe, weil sie eben auch potenzielle Heilmittel für Krebs sein k?nnten. Ich denke dabei an die Arbeit von Biontech, Curevac, Moderna; mRNA ist die Zukunft der Medizin. Man kann im Grunde alles mit mRNA behandeln. Es ist wie ein Computerprogramm, sozusagen ein synthetisches Virus. Und man kann es so programmieren, dass es alles tut, was man m?chte. Man k?nnte sich sogar in einen Schmetterling verwandeln.

D?pfner: Diese Technologie wird auch ein enormer Aufschwung für die Wirtschaft sein.

Musk: Ja, diese Firmen werden mit einer Menge Geld ausgestattet. Und was Corona betrifft: Wir sind beim Testen viel besser geworden. Die Technologie hat sich enorm verbessert.

...

D?pfner: Würdest du zustimmen, dass es drei Priorit?ten gibt: 1. dass wir die menschliche Intelligenz in ihren M?glichkeiten st?rken und erweitern müssen; dazu tr?gst du mit Neuralink bei; 2. dass wir einer guten Steuerung bedürfen, um sicherzustellen, dass eine solche Superintelligenz nicht in den H?nden von nur wenigen liegt; 3. dass wir eine flexible, agile also schnellere Form der Regulierung brauchen?

Musk: Ja, absolut.

D?pfner: Welche Rolle wird China in diesem Zusammenhang spielen? China hat v?llig andere Vorstellungen als der Westen. Nur was dem Wohlergehen des Zentralstaates und der Kommunistischen Partei dient, wird de facto auch unterstützt. Ethische Bedenken, Demokratie oder Freiheit und Menschenrechte spielen dabei keine Rolle. Ist am Ende Regulierung nicht ein Instrument, das den Westen benachteiligt und China begünstigt, weil es unsere ethischen Standards zum Teil nicht teilt? Hat das totalit?re China im Wettrüsten um die Vorherrschaft in der Künstlichen Intelligenz einen Vorteil?

Musk: Meiner Erfahrung nach ist die chinesische Regierung für die Menschen in China sehr zug?nglich. Wenn ich mich mit chinesischen Regierungsbeamten treffe, zeigen sich diese bezüglich des Wohlergehens der Bev?lkerung jedenfalls immer sehr bemüht. Obwohl es in China nur eine Art Einparteiensystem gibt, ist man – und das erscheint fast ironisch – sehr um das Wohl der Menschen besorgt. M?glicherweise reagiert man dort sogar sensibler auf die ?ffentliche Meinung, als ich es von den USA her kenne.

D?pfner: Da m?chte ich dir zum ersten Mal in unserem Gespr?ch massiv widersprechen. China kümmert sich nicht ernsthaft um Menschenrechte, Freiheit und um das Individuum. Siehst du eine Chance, dass die westlichen Demokratien das Wettrüsten gegen China gewinnen k?nnen? Was glaubst du, wie China, Amerika, Ost und West mit KI umgehen werden? Wer beherrscht wen?

Musk: Google und DeepMind, das zu Google geh?rt, sind die auf dem Gebiet der Künstlichen Intelligenz weltweit führenden Unternehmen. Ich wüsste nicht einmal, wer danach kommt. Die Chinesen bemühen sich sehr. Sie machen vielleicht auch Fortschritte. Aber sie kommen an Google und DeepMind nicht heran.

D?pfner: Mal sehen. Ich glaube sie werden in Lichtgeschwindigkeit aufholen. Wird die neue amerikanische Regierung die Politik gegenüber China grundlegend ?ndern? Oder wird Biden die China-Politik der Trump-Administration weiterführen?

Musk: Ich bin mir nicht sicher, welche Politik Biden gegenüber China verfolgt. Einige Dinge, die Trump gemacht hat, waren sicher sinnvoll. Ich denke etwa an sein Beharren auf der Gleichheit von Z?llen. Ich war nicht unbedingt mit allen Methoden einverstanden, aber dem Konzept stimme ich zu: Wir müssen für niedrige und symmetrische Z?lle k?mpfen. Und das sollten wir weltweit tun.

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