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Am Auto erkennt man das Hobby des Fahrers

| Lesedauer: 5 Minuten
Allrounder: Ein Kombi schluckt vieles klaglos – vom Fahrrad bis zum Lenkdrachen Allrounder: Ein Kombi schluckt vieles klaglos – vom Fahrrad bis zum Lenkdrachen
Allrounder: Ein Kombi schluckt vieles klaglos – vom Fahrrad bis zum Lenkdrachen
Quelle: dpa-tmn
Surfbrett, Kontrabass oder Fahrrad: Nicht jedes Auto eignet sich auch für jedes Hobby. Vor allem bei Sportlern und Musikern ist die Bandbreite gro?. Welche Fahrzeugklassen zu welchen Freizeitaktivit?ten passen.

Kleinwagen sind praktische Stadtflitzer. Und sie reichen meist auch aus, wenn es ums Pendeln zum Arbeitsplatz geht. Wer allerdings nach Feierabend noch gerne zum Surfen f?hrt oder beispielsweise gro?e Musikinstrumente transportieren will, kommt hier schnell an die Grenzen. Welches Auto eignet sich auch fürs Hobby?

?Wer viel Platz für den Transport seiner Hobbyutensilien braucht, ist mit einem SUV, Hochdachkombi, Van oder auch einem normalen Kombi sicherlich immer besser beraten als mit einem Wagen aus der Kompaktklasse“, sagt Gerrit Reichel vom Automobil-Club Verkehr (ACV).

In welchem Auto fühlen sich Wasserratten wohl?

Welches Auto am Ende das passende ist, lasse sich aber nur mit einem genaueren Blick auf die Freizeitaktivit?ten herausfinden. Vor allem bei Sportlern ist die Bandbreite gro?. Wer etwa mit einem Surfbrett unterwegs ist, braucht schon ein sehr langes Auto, wenn das Brett nicht aufs Dach soll.

?Bei kleineren Boards um 1,80 Meter geht das vielleicht noch, aber eine durchgehende Ladefl?che von zwei Meter L?nge ist auch in Mittelklassekombis eher selten“, sagt Reichel.

Besser sei daher immer der Transport auf dem Dach, was mit fast jedem Auto m?glich sei, zumal Surfbretter nicht so schwer seien. Gar nicht empfehlenswert hingegen ist der Transport des Surfbretts offen im Cabrio, so wie es immer mal wieder in Filmen zu sehen sei.

Leger gelegt: Natürlich müssen auch Surfbretter auf der Ladefl?che eines Pick-ups noch ordnungsgem?? gesichert werden
Leger gelegt: Natürlich müssen auch Surfbretter auf der Ladefl?che eines Pick-ups noch ordnungsgem?? gesichert werden
Quelle: dpa-tmn

?Das Board einfach ins Cabrio stellen ist schon aus Gründen der Ladungssicherung gef?hrlich und keine gute Idee“, warnt Reichel. Der offene Zweisitzer k?nne aber durchaus der passende Wagen für L?ufer, Schwimmer oder auch Golfer sein.

Kastenwagen für den Schlafplatz nah am Wasser

Die Lieblingsfahrzeugklasse der Wassersportler sind oft familienfreundliche Kastenwagen wie VW Multivan, Opel Vivaro oder Mercedes Sprinter. ?Das sind Autos mit viel Stauraum, mit denen man auch einigerma?en autark ist“, sagt Thomas Weinhardt vom Verband Deutscher Wassersport Schulen (VDWS). Viele Wassersportler würden sich ihre Fahrzeuge selbst ausbauen und passend machen fürs Hobby.

Faltballett: Wer sein Freitzeitfahrzeug einklappen kann, bringt es auch im Kofferraum eines Kleinwagens unter
Faltballett: Wer sein Freitzeitfahrzeug einklappen kann, bringt es auch im Kofferraum eines Kleinwagens unter
Quelle: dpa-tmn

Dazu geh?rten beispielsweise oft auch eine kleine Kochgelegenheit und ein Schlafplatz. Denn viele Segler und Surfer würden es bevorzugen, m?glichst nah am Wasser zu n?chtigen. Ein umgebauter Kastenwagen sei im Zweifelsfall daher auch ?unauff?lliger“ als ein richtiges Campingmobil, so Weinhardt.

Wem ein Auto in dieser Klasse zu teurer ist, der setzt auf einen Kombi. ?Für Windsurfer funktioniert das meistens auch schon, denn mittlerweile gibt es teilbare Masten, die sich gut im Auto transportieren lassen“, sagt der Wassersportexperte.

Radler transportieren R?der problemlos mit jedem Auto?

Radfahrer haben auf den ersten Blick kein Problem, das passende Auto zu finden. An fast jedes l?sst sich auf dem Dach oder an der Anh?ngerkupplung ein Radtr?ger befestigen. Für echte Enthusiasten jedoch kommt das nicht infrage.

?Vor allem Rennradfahrer aber auch Mountainbiker transportieren ihre R?der mitunter lieber im Auto, denn dort sind die Zweir?der einfach sicherer aufgehoben“, sagt David Ko?mann vom Pressedienst Fahrrad (pd-f).

Für den Velo-Transport ist meist sogar schon ein Kompaktwagen mit umgeklappter Rückbank ausreichend. ?Wird das Vorderrad ausgebaut, l?sst sich das Rad relativ bequem hineinlegen“, so Ko?mann. Als Schutz gegen ?l und Dreck kann eine Plane dienen. Daneben gibt es aber auch komplette Fahrradhüllen im Fachhandel.

Deutlich komfortabler aber geht es mit einem Kombi oder noch gr??er. ?Dann l?sst sich das Fahrrad mit ausgebautem Vorderrad auf die Gabel stellen und mit einem Haltesystem fixieren“, erkl?rt Ko?mann. Die Kofferraumh?he liege bei normalen Kombis meist knapp über 70 Zentimeter, was für herk?mmliche Rennrad-Laufr?der v?llig ausreichend sei.

Bequemer Bike-Transport: Um Fahrr?der stehend laden zu k?nnen, bedarf es einer gewissen Innenraumh?he
Bequemer Bike-Transport: Um Fahrr?der stehend laden zu k?nnen, bedarf es einer gewissen Innenraumh?he
Quelle: dpa-tmn

Bei h?heren Mountainbikes k?nne es aber passieren, dass sie schr?g in den Kofferraum eingebracht und erst drinnen aufgerichtet werden k?nnten. Die ideale L?sung seien natürlich Kleinbusse, wo die R?der komplett hereingefahren werden k?nnten. Auch für diese Fahrzeugklasse gibt es komplette Haltesysteme.

Für die Mucke und die Pferdchen braucht es mehr Platz

Zu den sperrigsten Hobbyger?ten geh?ren viele Musikinstrumente, wie etwa Schlagzeug, Kontrabass oder Gitarre. ?Gitarrenkoffer beispielsweise passen heute quer nur noch in ganz wenige Modelle, obwohl die Fahrzeuge an sich immer breiter werden“, sagt Gerrit Reichel.

?Weil aber gleichzeitig der Platz an den Seiten im Kofferraum für allerlei Utensilien oder Stauboxen genutzt wird, bleibt die lichte Breite in der Regel auf einen Meter begrenzt.“ Hier bleibe in der Regel nur, einen Teil der Rückbank umzuklappen.

T?sschen Tee zum Aufw?rmen gef?llig? Mancher Freizeitsportler baut sein Transportauto auch wohnlicher aus
T?sschen Tee zum Aufw?rmen gef?llig? Mancher Freizeitsportler baut sein Transportauto auch wohnlicher aus
Quelle: dpa-tmn
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Kleinwagen aber seien für den Transport von Instrumenten in vielen F?llen unbrauchbar. Wer Verst?rker oder Boxen bewegen muss, wird an einem Kombi nicht vorbeikommen und vor allem auf eine niedrige Ladekante Wert legen. Ganz andere Voraussetzungen haben Reiter an ihre Fahrzeuge.

?Wer ein Pferd sein Eigen nennt und mit auf Tour nimmt, braucht einen Pkw der mindestens 2,5 Tonnen ziehen kann“, so Reichel. Ein Pferd wiege zwischen 230 Kilo (Shetland-Pony) und 700 Kilo (Kaltblut). Das Gewicht des Anh?ngers dazugerechnet, werde hier schon ein SUV der Mittelklasse ben?tigt.

Kapit?ne auf der Landstra?e

Noch mehr Kraft muss das Auto aufbringen, wenn ein Segelboot gezogen werden soll. ?In Europa dürfen in den meisten L?ndern Trailer, also Bootsanh?nger, bis maximal 3,5 Tonnen Masse, 2,55 Meter Breite und im Gespann 18,75 Meter Gesamtl?nge bewegt werden“, sagt Reichel.

Hier komme ein SUV der Oberklasse oder ein Pick-up ins Spiel. Hilfreich sei in der Regel auch ein Allradantrieb für das Rangieren mit dem Anh?nger im oft abschüssigen, feuchten Uferbereich.

Leichter haben es da Moto-Cross-Sportler. Wenn sie ihr Motorrad zur Rennstrecke bringen wollen, ist bereits ein Kleinwagen mit Anh?ngerkupplung ausreichend. ?Solche Maschinen lassen sich bereits in einfachen ungebremsten Einachsh?ngern der 750-Kilogramm-Klasse transportieren, die jedes Fahrzeug mit Anh?ngerkupplung ziehen darf“, wei? der ACV-Experte.

Für das Ziehen eines Bootsanh?ngers muss das Auto natürlich ausgelegt sein und genügend Kraft haben
Für das Ziehen eines Bootsanh?ngers muss das Auto natürlich ausgelegt sein und genügend Kraft haben
Quelle: dpa-tmn


dpa

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