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Für wen sich noch der Kauf eines Tablets lohnt

| Lesedauer: 5 Minuten
ILLUSTRATION - Zum Themendienst-Bericht von Philipp Schulte vom 7. Januar 2021: Fühlen sich beide auf dem Sofa zu Hause:?Mensch und Tablet. Foto: Christin Klose/dpa-tmn - Honorarfrei nur für Bezieher des dpa-Themendienstes +++ dpa-Themendienst +++ ILLUSTRATION - Zum Themendienst-Bericht von Philipp Schulte vom 7. Januar 2021: Fühlen sich beide auf dem Sofa zu Hause:?Mensch und Tablet. Foto: Christin Klose/dpa-tmn - Honorarfrei nur für Bezieher des dpa-Themendienstes +++ dpa-Themendienst +++
Fühlen sich beide auf dem Sofa zu Hause: Mensch und Tablet
Quelle: dpa-tmn
Smartphones werden immer gr??er, Notebooks immer leichter. Und was spricht noch für ein Tablet? iPads und & Co. haben nach wie vor eine Existenzberechtigung. Denn die flachen Mini-Rechner k?nnen einiges besser als andere Ger?te.

Angesichts immer gr??erer Smartphones und immer leichterer und flexiblerer Laptops stellt sich die Frage: Bietet ein Tablet diesen Ger?ten gegenüber überhaupt noch Vorteile? Und wenn ja, welche?

Sebastian Kl?? vom IT-Branchenverband Bitkom ist sich sicher, dass das Tablet nach wie vor eine Existenzberechtigung hat. ?Die St?rke des Tablets ist eindeutig der gro?e Bildschirm, dennoch ist es kompakt und leicht“, sagt er. Im Vergleich zu Laptops h?tten sie zudem oft eine deutlich l?ngere Akkulaufzeit.

Zudem sollte man bedenken, dass selbst ein kleines 13-Zoll-Notebook immer noch schwerer und dicker sei als ein Tablet, meint Alexander Spier vom Fachmagazin ?c’t“.

Ein Tablet k?nne zwar nichts, was Laptops oder Smartphones nicht auch leisten, gibt Sebastian Kl?? zu bedenken. Aber: ?Das Tablet kann vieles besser.“ Und dies gelte privat wie beruflich.

?Das Tablet ist der perfekte Sofa-Rechner“, sagt Kl??. Es sei einfach handlicher und komfortabler als Laptops. Besonders popul?r sei das Streamen von Filmen und Serien auf Tablets.

Tablets für den Haushalt

Smartphone-Bildschirme hingegen seien dann oft doch noch zu klein, meint Kl??. Das gelte auch beim Lesen. Tablets seien dagegen optimal für E-Paper.

Weitere Anwendungsfelder f?nden sich im Haushalt oder im Smarthome. Das Tablet k?nne etwa die Steuerungszentrale für Licht, Heizung & Co sein oder beim Kochen helfen. Rezepte auf dem Smartphone zu lesen sei oft mühsam. Und ein Laptop blockiere meist zu viel Platz.

Vor allem für jene, die über wenig Erfahrung mit Computern oder Smartphones verfügen, sind Tablets vorteilhaft. Dies gelte insbesondere für Senioren und Kinder, meint Kl??. Tablets seien gut zu halten, in Sachen Anwendungen nicht so überfrachtet und intuitiv zu bedienen.

ILLUSTRATION - Zum Themendienst-Bericht von Philipp Schulte vom 7. Januar 2021: Licht an, Licht aus, Farbe ?ndern: Tablets eignen sich bestens als Steuerzentrale fürs Smart Home. Foto: Franziska Gabbert/dpa-tmn - Honorarfrei nur für Bezieher des dpa-Themendienstes +++ dpa-Themendienst +++
Licht an, Licht aus, Farbe ?ndern: Tablets eignen sich bestens als Steuerzentrale fürs Smarthome
Quelle: dpa-tmn

Der Tablet-Markt teilt sich immer mehr in günstige und teure Ger?te auf, das Mittelklasse-Angebot wird immer dünner, wie Alexander Spier beobachtet hat. W?hrend günstige Ger?te schon ab 40 bis 50 Euro zu haben sind, k?nnen Ger?te am anderen Ende der Preisskala schon mal um die 1000 Euro kosten. ?Zwischen diesen beiden Extremen gibt es aber immer weniger Modelle“, sagt Spier.

Bei den günstigen Ger?ten müsse man aber ganz klar Abstriche beim Bildschirm und der Leistung machen: ?Die Qualit?t des Bildschirms ist bei Ger?ten aus dieser Preisklasse auch im Vergleich zu Smartphones grenzwertig“, erkl?rt Spier.

Mindestens 200 Euro für ein Tablet investieren

Sinnvoll einsetzbar seien Tablets ab circa 200 Euro, meint Kl??. Das seien dann Einsteiger-Ger?te. Bei ungef?hr 400 Euro beginne dann die Mittelklasse, was für die meisten absolut ausreichend sei.

Den Preis bestimmen vor allem Rechenleistung, Bildschirmqualit?t und Speicherkapazit?t. ?Ich würde beim Tablet zuerst immer auf den Bildschirm achten“, sagt Sebastian Kl??. Dieser entscheide am Ende ma?geblich, ob man Freude an dem Ger?t hat oder nicht.

ILLUSTRATION - Zum Themendienst-Bericht von Philipp Schulte vom 7. Januar 2021: Stiftbedienung am Tablet ist praktisch und komfortabel - nicht nur für handschriftliche Notizen. Foto: Franziska Gabbert/dpa-tmn - Honorarfrei nur für Bezieher des dpa-Themendienstes +++ dpa-Themendienst +++
Stiftbedienung am Tablet ist praktisch und komfortabel – nicht nur für handschriftliche Notizen
Quelle: dpa-tmn

Alexander Spier r?t zu Displays mit wenigstens Full-HD-Aufl?sung. Tablets über zehn Zoll Diagonale sollten aber schon über Full HD hinausgehen. Auch auf den PPI-Wert (Pixel per Inch) sollte man in diesem Zusammenhang einen Blick werfen. Er gibt die Pixeldichte an, erl?utert Kl??. Ein guter PPI-Wert beginne bei 220, Spitzenmodelle k?men auf 260 und mehr.

Und die Helligkeit? Bei Topmodellen liegt die Leuchtdichte des Displays, angegeben in Candela pro Quadratmeter (cd/m2) beziehungsweise Nits, bei um die 400, aber auch Werte ab 300 seien schon in Ordnung, meint Kl??. Und wie viel Arbeitsspeicher (RAM) sollte es sein? Ger?te im mittleren Preissegment h?tten meist drei oder vier Gigabyte (GB) RAM, was in aller Regel ausreichend sei.

Mobilfunk ja oder nein?

Beim Prozessor empfiehlt Spier, darauf zu achten, dass er mindestens vier Kerne hat. Wichtig sei au?erdem die Speicherkapazit?t des Tablets. Mehr Speicher schadet nie, kostet aber fast immer einen deutlichen Aufpreis.

Von Speicherkapazit?ten unter 16 GB r?t Spier jedenfalls entschieden ab: ?Dann muss man st?ndig Apps oder Fotos l?schen, um das Ger?t noch verwenden zu k?nnen.“ Viele Tablets nehmen aber auch eine SD-Karte auf, sodass sich der Speicher flexibel erweitern l?sst.

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Eine weitere grunds?tzliche Frage: Mobilfunk ja oder nein? Wer sein Tablet vorwiegend zu Hause nutzt, wo WLAN verfügbar ist, k?nne eher auf ein Mobilfunk-Modul verzichten und so Geld sparen, meint Kl??. Wer mit dem Tablet hingegen viel unterwegs sein will oder muss, sollte eher ein Modell mit Mobilfunk-Modul w?hlen.

ILLUSTRATION - Zum Themendienst-Bericht von Philipp Schulte vom 7. Januar 2021: Voilà, ein Kochbuch: Das Tablet in einer seiner Paraderollen. Foto: Christin Klose/dpa-tmn - Honorarfrei nur für Bezieher des dpa-Themendienstes +++ dpa-Themendienst +++
Voilà, ein Kochbuch: das Tablet in einer seiner Paraderollen
Quelle: dpa-tmn

Bei der Entscheidung Android oder iOS kann schon die Kl?rung der Frage helfen, was genau man mit dem Tablet machen m?chte, erkl?rt Alexander Spier. Denn nicht alle Apps seien auch für beiden Betriebssysteme verfügbar.

Und egal, ob neu oder gebraucht: Der Experte r?t davon ab, ein Ger?t zu kaufen, das ?lter als drei Jahre ist. Einfach deshalb, weil dessen Akku meist schon zu schwach sei.

Die leidigen Tablet-Updates

Und zwei weitere Einschr?nkungen: Für Android-Tablets, die sehr günstig angeboten werden, gibt es meist keine Updates mehr. Das bedeute nicht nur ein Sicherheitsproblem, sondern auch, dass neuere Funktionen nicht mehr verfügbar seien, erkl?rt Spier. Bei Apple gebe es zwar l?nger Updates, hier müsse man aber darauf achten, ob die Leistung eines ?lteren Ger?tes noch für anspruchsvolle Apps ausreiche.

Gebrauchte Tablets k?nnten auch eine gute Option sein, meint Sebastian Kl??. Man solle aber darauf achten, wo man ein gebrauchtes Ger?t kauft. Spezialisierte H?ndler seien hier eine gute Adresse. ?Die Ger?te dort sind dann oft durchgecheckt und manchmal sogar mit Garantie zu haben“, erl?utert Kl?? die Vorteile.

Zudem lohne es sich, zu schauen, ob das Vormodell noch im Handel zu haben ist: ?Diese Ger?te sind technisch immer noch auf einem guten Stand, aber meist deutlich billiger als die aktuellen Modelle.“

ILLUSTRATION - Zum Themendienst-Bericht von Philipp Schulte vom 7. Januar 2021: Privat wie beruflich: Auch in der Arbeitswelt kommt das Tablet zum Einsatz. Foto: Christin Klose/dpa-tmn - Honorarfrei nur für Bezieher des dpa-Themendienstes +++ dpa-Themendienst +++
Privat wie beruflich: Auch in der Arbeitswelt kommt das Tablet zum Einsatz
Quelle: dpa-tmn
dpa

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