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Wissenschaft Mars-Mission

?V?llig neue Einblicke über den Aufbau des Planeten“

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Chefkorrespondent Wissenschaft
Eine Illustration der Mars-Sonde "InSight" Eine Illustration der Mars-Sonde "InSight"
Eine Illustration der Mars-Sonde "InSight"
Quelle: AFP
Und er bebt doch: Die Mars-Sonde, die seit knapp anderthalb Jahren auf dem Mars unterwegs ist, hat neue Erkenntnisse vom Roten Planeten geliefert. Demnach spricht alles für unterirdische Magmakammern.

Vor der Mission der Marssonde ?Insight“ hatte es nur Spekulationen darüber gegeben, ob der Rote Planet seismisch aktiv ist und es Marsbeben gibt. Die im November 2018 auf dem Nachbarplaneten gelandete Forschungssonde hat mit seinem Seismometer die Sache kl?ren k?nnen. Ja, es gibt Beben auf dem Mars. Allerdings sind diese nicht so h?ufig und so stark wie auf der Erde, doch immerhin ist der Mars seismisch deutlich aktiver als der Mond, in dessen Untergrund es nur sehr wenig rumort.

Die an der ?Insight“-Mission beteiligten Wissenschaftler haben in den Fachzeitschriften ?Nature Geoscience“ und ?Nature Communication“ die seismische Aktivit?t des Mars dokumentiert. Sie haben die Messdaten der ersten zehn Monate ausgewertet und in diesem Zeitraum insgesamt 174 Marsbeben registriert. Keines der Beben erreichte eine Magnitude von 4. Doch selbst so schwache Beben, die man auf der Erde nur in unmittelbarer N?he zum Epizentrum spüren würde, erm?glichen den Forschern Aussagen über die innere Struktur des Planeten Mars.

Eins der Bilder, die der Nasa-Roboter mithilfe einer an seinem Arm befestigten Kamera 2018 machte
Eins der Bilder, die der Nasa-Roboter mithilfe einer an seinem Arm befestigten Kamera 2018 machte
Quelle: dpa

?Die Daten geben uns v?llig neue Einblicke über den Aufbau des Planeten“, sagt die an der Entwicklung des Marsseismometers beteiligte Forscherin Brigitte Knapmeyer-Endrun von der Universit?t K?ln. Denn bei Beben entstehen zum einen Wellen, die sich entlang der Oberfl?che ausbreiten und zum anderen solche, die das Innere des Planeten durchlaufen. ?Sie durchlaufen die Schichten mit verschiedenen Geschwindigkeiten und werden an den Grenzen gebrochen und reflektiert“, erkl?rt Knapmeyer-Endrun, ?wann und wo die Wellen die Oberfl?che erreichen, erlaubt deshalb Rückschlüsse auf den inneren Aufbau.“

Die Forscher konnten auf diese Weise aus den Messdaten ableiten, dass es auf dem Mars offenbar eine zehn Kilometer dicke Gesteinsschicht gibt, in der sich die Wellen mit einer relativ geringen Geschwindigkeit ausbreiten. Die Forscher vermuten daher, dass es sich hier um zerklüftetes Gestein und nicht um intakten Basalt handelt.

Aus der insgesamt vergleichsweise kleinen Zahl von Marsbeben – Beben der St?rke 4 treten auf der Erde mehr als 1000-mal pro Jahr auf – leiten die Forscher ab, dass der Mars wahrscheinlich nur aus einer zusammenh?ngenden tektonischen Platte besteht. Auf der Erde werden die meisten Beben von Spannungen zwischen verschiedenen tektonischen Platten verursacht.

Von den auf dem Mars registrierten Beben stammten 24 aus einer gr??eren Tiefe. Das k?nnte darauf hindeuten, dass es an den Ursprungsorten dieser Beben unterirdische Magmakammern geben k?nnte, die beim Prozess des Abkühlens mechanische Spannungen erzeugen. Das w?re ein Beleg dafür, dass es in der jüngeren geologischen Vergangenheit des Planeten Mars vulkanische Aktivit?ten gegeben hat.

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