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Wissenschaft Covid-19 in Gro?britannien

Arme und Angeh?rige von Minderheiten sterben h?ufiger

| Lesedauer: 2 Minuten
Medikament Remdesivir scheint Wirkung zu zeigen

Auch weiterhin ist nicht vorhersehbar, wann ein Corona-Impfstoff produziert werden k?nnte. Laut einer neuen Studie scheint aber zumindest das Ebola-Medikament Remdesivir gute Ergebnisse gegen das Virus zu erzielen.

Quelle: WELT/Maximilian Seib

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Jeder kann an Covid-19 erkranken, zum Tod führt das Virus aber vor allem bei Patienten mit einem bestimmten sozialen Hintergrund. Das ist das Ergebnis einer Studie aus Gro?britannien, die die Sterblichkeitsrate untersucht hat.

Bei der Auswertung der landesweiten Sterblichkeitsrate haben Forscher in Gro?britannien gro?e Unterschiede festgestellt: Menschen aus armen und benachteiligten Regionen sterben in Gro?britannien demnach doppelt so h?ufig an den Folgen einer Infektion mit dem Coronavirus wie Bessergestellte. Dies geht aus einer am Freitag ver?ffentlichten Studie der nationalen Statistikbeh?rde hervor. Eine weitere Studie des Londoner Institute of Fiscal Studies kommt zudem zu dem Ergebnis, dass die Erkrankung für Angeh?rige ethnischer Minderheiten h?ufiger t?dlich verl?uft als für Wei?e.

Die nationale Statistikbeh?rde hat rund 20.000 Covid-19-Todesf?lle zwischen dem 1. M?rz und dem 17. April untersucht und dabei festgestellt, dass die Sterblichkeitsrate in benachteiligten Gebieten des Landes besonders hoch ist. Dort liegt sie demnach bei 55,1 Toten pro 100.000 Einwohnern. Zum Vergleich: In den am wenigsten benachteiligten Gebieten lag sie lediglich bei 25,3 Toten pro 100.000 Einwohnern.

Als benachteiligt gelten Regionen, die eine überdurchschnittlich hohe Arbeitslosen- und Kriminalit?tsrate aufweisen und in denen der Zugang zur Gesundheitsversorgung eingeschr?nkt ist. Die Sterblichkeitsrate sei in diesen Gebieten auch in normalen Zeiten h?her als andernorts, ?aber Covid-19 scheint dies noch zu verst?rken“, sagte Nick Stripe, Analyst der Statistikbeh?rde.

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Zu den am st?rksten betroffenen Gebieten geh?rt auch die Hauptstadt London mit 85,7 Todesf?llen pro 100.000 Einwohnern. Am wenigsten betroffen ist der Südwesten Gro?britanniens.

Berufe mit h?herem Infektionsrisiko

Einer Studie des Institute of Fiscal Studies zufolge sterben zudem Angeh?rige ethnischer Minderheiten in Gro?britannien h?ufiger an den Folgen einer Coronavirus-Infektion als Wei?e. Sie arbeiten demnach h?ufiger in Berufen, in denen sie dem Risiko einer Infektion st?rker ausgesetzt sind als andere. ?Unsere Untersuchung hat gezeigt, dass 63 Prozent des am Coronavirus verstorbenen Gesundheitspersonals schwarz waren oder einer ethnischen Minderheit angeh?rten“, sagte Tim Cook, Honorarprofessor an der Universit?t von Bristol.

Die Studie stützt Erkenntnisse aus den USA. Dort war bereits Anfang April festgestellt worden, dass das Coronavirus vor allem die afroamerikanische Bev?lkerung trifft. Hohe Armut, fehlende Krankenversicherungen, beengte Wohnverh?ltnisse und Anstellungen im Niedriglohnsektor – zum Beispiel im Lieferservice – waren dafür verantwortlich gemacht worden. Anthony Fauci, der Direktor des Nationalen Instituts für Infektionskrankheiten, machte zudem die ?Verschlimmerung eines Gesundheitsgef?lles“ in der US-amerikanischen Gesellschaft dafür aus.

Von einer Herdenimmunit?t ist Deutschland meilenweit entfernt

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Quelle: WELT

AFP/kami

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