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Weltraum Astrophysik

Sonde findet vermutlich Material aus dem Mantel des Mondes

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(190112) -- BEIJING, Jan. 12, 2019 (Xinhua) -- Photo taken by the rover Yutu-2 (Jade Rabbit-2) on Jan. 11, 2019 shows the lander of the Chang'e-4 probe. China announced Friday that the Chang'e-4 mission, which realized the first-ever soft-landing on the far side of the moon, was a complete success. With the assistance of the relay satellite Queqiao (Magpie Bridge), the rover Yutu-2 (Jade Rabbit-2) and the lander of the Chang'e-4 probe took photos of each other. (Xinhua/China National Space Administration) | Keine Weitergabe an Wiederverk?ufer. (190112) -- BEIJING, Jan. 12, 2019 (Xinhua) -- Photo taken by the rover Yutu-2 (Jade Rabbit-2) on Jan. 11, 2019 shows the lander of the Chang'e-4 probe. China announced Friday that the Chang'e-4 mission, which realized the first-ever soft-landing on the far side of the moon, was a complete success. With the assistance of the relay satellite Queqiao (Magpie Bridge), the rover Yutu-2 (Jade Rabbit-2) and the lander of the Chang'e-4 probe took photos of each other. (Xinhua/China National Space Administration) | Keine Weitergabe an Wiederverk?ufer.
Das Mond-Fahrzeug Yutu-2 hat auf der Rückseite des Mondes Gestein gefunden, das anders aussieht als bisherige Funde
Quelle: picture alliance / Xinhua/China National Space Administration
Woraus besteht eigentlich der Mondmantel? Bislang suchten alle Missionen erfolglos nach Gestein, das die Antwort liefern würde. Die chinesische Raumsonde wurde nun auf der Rückseite in der N?he eines Kraters fündig.

Die im Januar 2019 auf der Rückseite des Mondes gelandete chinesische Raumsonde ?Chang'e-4“ ist m?glicherweise auf Mantelgestein des Erdtrabanten gesto?en. Der Fund k?nnte helfen, Antworten auf die seit Jahrzehnten offenen Fragen zur Zusammensetzung des Mondmantels zu finden. Ein Team um Chunlai Li von der chinesischen Akademie der Wissenschaften in Peking stellt die Beobachtungen der Raumsonde im Fachjournal ?Nature“ vor.

Der Mond war dem g?ngigen Modell zufolge nach seiner Entstehung zun?chst von einem flüssigen Magmaozean bedeckt. Im Laufe der Abkühlung bildeten sich demnach wie bei der Erde ein Kern, ein Mantel und eine Kruste, die chemisch jeweils unterschiedlich zusammengesetzt sind. Die Mondkruste ist als oberste Schicht leicht zug?nglich. über die Zusammensetzung des Mondmantels ist dagegen wenig bekannt.

Es gibt verschiedene Theorien zur Entstehung des Mondes. Wahrscheinlich ist er bei der Kollision der jungen Erde mit einem anderen Himmelsk?rper entstanden. Dann sollte der Mond also auch aus Material der Urerde bestehen.

Die Suche nach Material aus dem Mondmantel hat sich auf gro?e Einschlagkrater konzentriert, in der Hoffnung, ein Asteroid k?nnte die Mondkruste durchschlagen und Mantelgestein an die Oberfl?che bef?rdert haben. Alle Missionen auf der erdzugewandten Seite unseres Trabanten haben bislang jedoch erfolglos nach Mantelmaterial gesucht. Auf der erdabgewandten Seite des Mondes wurde die Sonde ?Chang'e-4“ nun vermutlich fündig.

Die nach der chinesischen Mondg?ttin benannte Sonde war Anfang des Jahres im Südpol-Aitken-Becken gelandet, dem ?ltesten und gr??ten Einschlagkrater auf dem Erdtrabanten, und hatte dort den Rover ?Yutu-2“ (Jadehase 2) ausgesetzt.

(190111) -- BEIJING, Jan. 11, 2019 (Xinhua) -- Photo provided by the China National Space Administration (CNSA) on Jan. 4, 2019 shows image of Yutu-2, China's lunar rover, at preset location A on the surface of the far side of the moon. (Xinhua/CNSA) | Keine Weitergabe an Wiederverk?ufer.
Der Rover auf Erkundungsfahrt
Quelle: picture alliance / Xinhua News Agency/ CNSA

Der Rover ist den Forschern zufolge bei seinen ersten Erkundungen direkt auf Silikatminerale aus der Gruppe der Olivine und Pyroxene gesto?en. Sie unterscheiden sich deutlich vom bisher untersuchten Material der Mondoberfl?che, die von Feldspat-Mineralen dominiert wird, und sind auf der Erde typisch für Mantelgestein.

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Die Wissenschaftler halten es für wahrscheinlich, dass es sich um Material aus dem Mondmantel handelt, das durch einen gro?en Einschlag an die Oberfl?che transportiert wurde. M?glicherweise sei es durch einen weiteren Einschlag, der den nahe gelegenen Finsen-Krater mit 72 Kilometern Durchmesser hinterlassen hat, an die ?Chang'e-4“-Landestelle geschleudert worden.

Den vielversprechenden ersten Beobachtungen müssten genauere Analysen folgen, hei?t es in einem Kommentar in ?Nature“. Die Entdeckung k?nne jedoch erhebliche Bedeutung für die Erkundung des Mondmantels sowie allgemein für das Wissen über Entstehung und Entwicklung von Planeteninneren haben.

China gelingt erste Landung auf der Rückseite des Mondes

Eigenen Berichten zufolge gelang China die erste erfolgreiche Landung auf der Rückseite des Mondes. Das Mond-Raumfahrzeug ?Chang'e 4“ setzte am Aitken-Krater in der N?he vom Südpol des Erdtrabanten auf.

Quelle: WELT/ Fanny Juschten

dpa/nlo

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